Welche Bäume kommen am besten mit den sich verändernden Klimabedingungen zurecht? Diese Frage beschäftigt so manche Eigentümer:in bei der Gartengestaltung. WiE stellt unter anderem Baumarten vor, die sich auch für kleine Gärten eignen und gibt Tipps, was Sie bei der Auswahl und Pflanzung beachten sollten.
Bäume sind wichtige Schattenspender und unverzichtbar in der Gartengestaltung. Doch welche Baumarten eignen sich heute noch angesichts der veränderten Klimabedingungen? Sogenannte Klimabäume passen sich den Bedingungen des Klimawandels an und kommen im Sommer sowohl mit anhaltenden Hitze- und Dürreperioden als auch mit Starkregenereignissen gut zurecht, genauso aber auch mit milden Wintern.
Folgende größer werdende Baumarten sind besonders klimaresistent:
- Zerreiche (Quercus cerris)
- Schnurbaum (Sophora japonica)
- Brabanter Silberlinde (Tilia tomentosa ‚Brabant‘)
- Zürgelbaum (Celtis australis)
Klimaresistent und auch für kleine Gärten geeignet sind unter anderem folgende Arten:
- Zieräpfel (verschiedene Sorten, z.B. Malus floribunda)
- Lampionbaum, auch Blasenbaum genannt (Koelreuteria paniculata)
- Eisenholzbaum (Parrotia persica)
- Feldahorn (Acer campestre)
- Purpurerle (Alnus x Spaethii)
- Blumenesche (Fraxinus ornus)
Leider werden bei der Planung und beim Pflanzen immer wieder Fehler gemacht. Beachten Sie daher folgende Hinweise und Tipps:
- Wuchshöhe der Baumart: Informieren Sie sich unbedingt, wie groß die Baumarten werden, die Sie pflanzen möchten und lassen sich hierzu fachkundig beraten.
- Auswahl des Standortes: Ein geeigneter Baumstandort muss mindestens ein durchwurzelbares Boden-Volumen von zwölf Kubikmetern haben. Das entspricht ungefähr der Fläche eines PKW-Stellplatzes und einer Tiefe von eineinhalb Metern. „Nur dann ist gewährleistet, dass der Baum ein ausreichend großes Wurzelwerk bilden kann, um die Krone mit Wasser und Nährstoffen versorgen zu können“, informiert Erich Kulling, Ingenieur für Gartenarchitektur und Landschaftspflege und WiE-Mitglied.
- Abstand zum Haus: Berücksichtigen Sie unbedingt einen ausreichenden Abstand zu Gebäuden. Wie groß dieser sein muss, ist abhängig von der Baumart bzw. -sorte. Informieren Sie sich, welchen Kronendurchmesser die verschiedenen Bäume im ausgewachsenen Zustand haben. So vermeiden Sie ein späteres, kostspieliges Freischneiden der Fassade. In unmittelbarer Nähe von Gebäuden sind Sorten mit säulenförmigem Wuchs sehr gut geeignet, zum Beispiel Säuleneichen und Säulenhainbuchen.
- Abstand zur Grundstücksgrenze: Herüberragende Äste oder herabfallendes Laub sind nicht selten Anlass für Streit zwischen Nachbar:innen. Wie groß der Grenzabstand zum Nachbargrundstück sein muss, regeln die Bundesländer selbst. In einigen Regionen dürfen stark wachsende Bäume nicht näher als vier Meter an die Grundstücksgrenze gepflanzt werden. Informieren Sie sich daher vor einer Bepflanzung über die in Ihrem Bundesland geltenden Vorschriften, zum Beispiel, indem Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung nachfragen.
- Zeitpunkt der Pflanzung: Bäume sollten Sie am besten in der Zeit von November bis Ende März pflanzen. Im Herbst gepflanzte Bäume können bis zum Frühjahr schon Feinwurzeln bilden und wachsen deshalb in der Regel besser an.
- Bepflanzung und Pflege: Bäume müssen exakt in der Höhe gepflanzt werden, wie sie in der Baumschule gestanden haben. Ein zu tiefes Einpflanzen der Wurzelballen kann Bäume erheblich schädigen. Unbedingt notwendig ist auch der sogenannte Pflanzschnitt. Die Kronen sollten dabei um etwa ein Drittel eingekürzt bzw. ausgelichtet werden. Ausgenommen ist dabei der Mitteltrieb (Leittrieb).