Wichtiges Kontrollinstrument zur Überprüfung der Heizkostenabrechnung abgeschafft / wohnen im eigentum fordert Wiedereinführung der Ablesebelege / wohnen im eigentum empfiehlt: Bewohner sollen Verbrauchswerte mitschreiben
22.1.2004 - Alle Jahre wieder kommen die Fachleute vom Heizkostendienst und lesen die Heizkostenverteiler in Mehrfamilienhäusern ab. Jeder Heizkörper wurde bisher abgelesen und vor Ort ein Beleg über die ermittelten Werte ausgestellt. Wochen später kam dann die Heizkostenabrechnung, die anhand des Beleges gegengeprüft werden konnte. So war es bisher. Seit diesem Jahr stellen die großen Unternehmen keine Ablesebelege mehr aus. Der Kontrolleur gibt die Daten jetzt in einen Handcomputer ein, der sie direkt zur Zentrale weiterleitet, ohne dem Bewohner einen Ausdruck auszuhändigen.
Damit wird den Bewohnern ein wichtiges Kontrollinstrument zur Überprüfung Ihrer Rechnung vorenthalten. Denn allzu oft sind in der Vergangenheit Fehler in der Berechnung vorgekommen, die nur durch den Vergleich der Ablesequittungen mit der Endabrechnung oder den Vorjahreswerten aufgedeckt werden konnten. Teilweise konnten große Unstimmigkeiten direkt vor Ort geklärt werden.
Mit der technischen Neuerung bleibt die Transparenz für den Bewohner auf der Strecke. wohnen im eigentum e.V. fordert deshalb die Heizkostenabrechnungsfirmen auf, die Ablesebelege wieder einzuführen. Bis zur Regelung dieser Frage empfiehlt wohnen im eigentum allen betroffenen Bewohnern, die einzelnen Werte während der Ablesung mitzuschreiben und sie sich durch die Kontrolleure schriftlich bestätigen zu lassen. Dann ist ein Beleg zur Hand, falls die Abrechnung Unstimmigkeiten enthält.
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PM_220104_keine_belege_heizkosten.doc
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