Bundesbauministerium fördert Ausstellung zur Modernisierung / Ausstellung will Altbaueigentümer zur Modernisierung motivieren / Gute Beispiele für gute Modernisierungen
7.9.2005 - In Deutschland wurde 2004 mehr Wohneigentum durch den Kauf von Altbauten als durch den Neubau von Eigenheimen gebildet. Die Modernisierung vorhandener Wohngebäude wird weiter an Bedeutung gewinnen, so der Verbraucherschutzverein „wohnen im eigentum e.V.“ Diese Entwicklung will die von wohnen im eigentum e.V. erstellte Ausstellung „Neues Bauen in alten Häusern“ unterstützen durch Präsentation qualitätsbewusster Modernisierungsprojekte. Die Ausstellung wurde im Rahmen der „Initiative kostengünstig qualitätsbewusst Bauen“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) finanziell gefördert. Sie wird demnächst in vielen Städten und auf Messen zu sehen sein.
Qualitätsvolle Modernisierungen sollten verstärkt Vorbildfunktion einnehmen, denn „Kaufinteressenten orientieren sich in der Regel am Neubaustandard. Altbauten haben dann häufig schlechte Chancen, wenn sie kleine Räume vorweisen, keinen großen Wohn-/Essbereich, keinen Wintergarten und kein zweites WC.“ erklärt Prof. Dr. Joachim Arlt, Vorsitzender von wohnen im eigentum e.V. „Um diese Haltung zu ändern, brauchen potentielle Modernisierer gute Beispiele, Ideen und Impulse. Denn Altbauten haben besondere, ja individuelle Qualitäten und stehen oft in bester Lage.“
Die Vielfalt der Modernisierungsmöglichkeiten ist Thema der Ausstellung „Neues Bauen in alten Häusern“, die von wohnen im eigentum e.V. erarbeitet wurde. Die Ausstellung vermittelt, welche baulichen Möglichkeiten eine Modernisierung bietet. Welchen Gestaltungsspielraum es gibt, um den Altbauten gerecht zu werden und modernen Wohnstandards zu entsprechen. Dazu werden modernisierte Wohngebäude vorgestellt vom Kleinsiedlerhaus, Fachwerkhaus, Gründerzeit-Mehrfamilien- bis zum Nachkriegswohnhaus. Mit „Vorher/Nachher“-Abbildungen sollen potentielle Modernisierer „auf den Geschmack“ gebracht werden.
Präsentiert werden auch die Anforderungen an das energiesparende, ökologische und das barrierefreie Modernisieren. Nicht zuletzt weil die Ansprüche an die Wohn- und Bauqualität im Laufe der letzten Jahrzehnte erheblich gestiegen sind – ebenso wie die Energiekosten.
Für eine Investition in das eigene Haus müssen noch viele Eigentümer überzeugt werden. „Verkauft doch die alte Kiste und baut neu“ ist laut Arlt ein schlechter Rat, den immer noch viele Erben erhalten und mancher Hauskäufer spricht erst von der „Liebe auf dem zweiten Blick“, besonders wenn es um Wohnhäuser aus der Nachkriegszeit geht.
Informationen zur Ausstellung, zur Ausleihe und über die Aktivitäten des Verbraucherschutzvereins erhalten Sie bei wohnen im eigentum e.V. unter 0228 / 721 58 61
Nach der Eröffnung in Leipzig am 12.9.2005, wird sie in Aachen, Halle, Essen und Köln und anderen Orten zu sehen sein.
Interne Ansprechpartnerin: Gaby Wicharz unter 0228 / 721 58 61
PM_070805_lust_auf_modernisierung.doc
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