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Jetzt Maßnahmen für den sommerlichen Wärme- und Hitzeschutz treffen, empfiehlt der Verbraucherschutzverein wohnen im eigentum e.V. Statt zu Strom fressenden Klimageräten zu greifen und damit den Energieverbrauch auch im Sommer in die Höhe zu treiben, sollen Haus- und Wohnungseigentümer jetzt Vorkehrungen zur besseren Verschattung, zum Sonnenschutz, zur Wärmespeicherfähigkeit der Innenbauteile, und zur nächtlichen Lüftung - z.B. auch durch Abluftanlagen - treffen.
3.5.2007 „Der beste und nachhaltigste Hitzeschutz besteht darin, die Wärme erst gar nicht eindringen zu lassen.“ erklärt Gabriele Heinrich, stellvertretende Vorsitzende von wohnen im eigentum e.V. „Um diese Binsenweisheit umzusetzen, müssen allerdings einige Vorkehrungen getroffen und Verhaltensweisen beachtet werden.“ Hier einige wichtige Tipps des Verbraucherschutzvereins wohnen im eigentum e.V. sowie Beratungsverweise:
Bei Räumen mit Fenstern, insbesondere Dachflächenfenstern, ist der sommerliche Wärmeschutz ganz erheblich abhängig von den Fensterflächen. Zum einen vom Fensterflächenanteil. Je geringer dieser ist, umso günstiger, also umso geringer wird die Aufheizung sein. Als Orientierung kann die Energieeinsparverordnung (EnEV) herangezogen werde. Danach ist ein Fensterflächenanteil unter 30% (je Wandfläche) als unproblematisch zu betrachten. Ist der Anteil der Fensterfläche größer, dann sind weitere Maßnahmen erforderlich. So sollte überlegt werden, große Fenster oder Terrassenelemente eher nach Westen auszurichten, denn die Abendsonne befördert weniger Wärme ins Haus.
Der sommerliche Hitzeschutz hängt aber auch davon ab, wie viel Sonnenenergie das Fensterglas durchlässt. Bei neuen Fenstern sollten Käufer auf den Gesamtenergiedurchlassgrad des Fensters achten. Er gibt an, wie viel Prozent der auf das Glas aufgetroffenen Energie durchgelassen wird. Je kleiner der Wert, umso weniger Sonnenenergie gelangt in den Raum. Erreicht die Wärmeschutzverglasung schon relativ gute Werte, also günstige Gesamtenergiedurchlassgrade, so weist spezielle Sonnenschutzverglasung noch bessere Werte auf. Denn Sonnenschutzverglasungen haben eine Beschichtung auf der Innenseite der Außenscheibe, die bewirkt, dass sowohl der Strahlungs- als auch der Wärmedurchlass reduziert wird. Bei teuren Scheiben wird die Lichtdurchlässigkeit dadurch nicht beeinträchtigt.
Durch Sonnenschutzvorrichtungen kann das Eindringen von Sonnenenergie weiter verringert werden. Am meisten bringen außen liegende Jalousien, Rolläden und Fensterläden. Auch Vordächer und Markisen bieten mehr als innen liegende Rolladen. Achtung: Wohnungseigentümer können diese allerdings nicht einfach anbringen lassen. Dafür benötigen sie die Zustimmung der Miteigentümer. Ab dem späten Vormittag sind die Fenster zu schließen und die Räume dunkel zu halten. Sind die Räume abends aufgeheizt, dann kann durch gute Lüftung von mindestens zwei Stunden in der zweiten Nachthälfte oder den frühen Morgenstunden die in den Wänden, im Fußboden und in Decken tagsüber gespeicherte Wärme wieder abgeführt werden. Hierdurch wird die Raumtemperatur verringert, gleichzeitig werden die „Speichermassen“ abgekühlt, um tagsüber wieder Sonnenenergie aufnehmen zu können. Wer seine Fenster nachts nicht dauerhaft geöffnet lassen kann, sollte den Einbau einer einfachen Abluftanlage mit Nachströmöffnung erwägen. Diese Anlagen dienen vorrangig der Lufterneuerung und nicht oder nur indirekt der Einsparung von Heizenergie. So kann im Sommer die kalte Nachtluft geregelt ins Haus geholt werden. Bei der Sanierung gibt es auch die Möglichkeit, nur im Schlafzimmer und in Wohnzimmer Wandlüfter einzubauen. Bei dieser Variante kann auf eine Abluftleitung verzichtet werden, da die Lüfter direkt an der Außenwand sitzen. Ist eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vorhanden, kann zusätzlich ein Erdwärmetauscher installiert werden. Dieser besteht aus einem langen, im Erdreich in 1 bis 2 m Tiefe verlegten Rohr, das die im Sommer durchströmende Luft abkühlt und im Winter erwärmt.
Pflanzen Sie Bäume! Die natürliche Verschattung durch Bäume wird viel zu wenig beachtet. Gerade Laubbäume, die im Winter und Frühjahr die Sonneneinstrahlung durch die blattlosen Baumkronen einlassen, tragen im Sommer und Frühherbst zur Verschattung und Kühlung erheblich mit bei. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Raumklima im Sommer wie im Winter haben die Haushaltsgeräte, besonders in der Küche, aber auch der PC, der Drucker oder das Kopiergerät. – Also abschalten, wenn sie nicht benutzt werden. Wenn Hausbesitzer und Wohnungseigentümer diese Maßnahmen beachten, dann versperren sie der Wärme den Weg ins Haus, anstatt sie erst hereinzulassen und dann mit Hilfe von teuren Energieschleudern wieder nach draußen zu befördern.
Weitere Tipps und Informationen erhalten Sie von den Bauberatern von wohnen im eigentum e.V. oder den Energieberatern unter www.verbraucherzentrale.de
Informationen zu wohnen im eigentum e.V. und unseren Leistungen erhalten Sie unter www.wohnen-im-eigentum.de oder unter 0228 / 721 58 61.
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Interne Ansprechpartnerin: Gabriele Heinrich unter 0228 / 721 58 61 oder 0178 / 268 18 93
PM Maßnahmen Hitzeschutz
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