03.07.2020. Der Sommer ist da und damit auch die Hitze. Vor allem die oberen Geschosse bzw. Wohnungen im Dachgeschoss heizen sich schnell auf. 5 Tipps der Verbraucherzentrale NRW, wie Sie vorbeugen und sich ein heißen Tagen Linderung verschaffen können, sind hier für Sie zusammengefasst und um WiE-Ratschläge für Wohnungseigentümer ergänzt.

  • Verbraucherzentralen bieten eine Beratung speziell zum Hitzeschutz an, zum Beispiel die Verbraucherzentrale NRW.
  • Über die folgenden Tipps hinaus gilt zudem: Den effektivsten Schutz gegen Hitze stellt eine gute Dämmung dar. Lassen Sie sich auch hierzu beraten, zum Beispiel bei einer der Energieagenturen.
  • Als WiE-Mitglied nehmen Sie zu einer geplanten baulichen Maßnahmen gern erst eine kostenfreie telefonische Rechtsauskunft in Anspruch!

1. Fenster tagsüber geschlossen halten und gezielt lüften

Halten Sie Fenster und Türen wenn möglich tagsüber geschlossen und lüften Sie erst dann, wenn es draußen kühler ist als in Ihrer Wohnung, in der Regel morgens und abends/nachts. Lüften Sie dann die Wohnung am besten quer.

2. Sonnenschutz anbringen

Um die Sonnenstrahlen und damit die Hitze erst gar nicht in die Wohnung hineinzulassen, sollten Sie bzw. Ihre WEG sich Gedanken über einen geeigneten Sonnenschutz machen – wenn noch keiner vorhanden ist. Grundsätzlich gilt: Ein Sonnenschutz, der außen als Jalousie oder Rollo angebracht ist, wirkt besser als ein innenliegender Sonnenschutz.

WiE rät: Informieren Sie sich beim sommerlichen Wärmeschutz über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten. Möchte Ihre WEG Rollläden oder Markisen in der gesamten Wohnanlage anbringen, kann sie dies nach der derzeitigen Gesetzeslage i.d.R. als Modernisierung, also mit doppelt qualifizierter Mehrheit beschließen, wenn die Wohnqualität steigt.

3. Ventilator besorgen?

Sonnenschutz soll die Stromfresser unnötig machen. Wenn es gar nicht anders geht, sorgen Ventilatoren, die die Luft nicht kühlen, sondern sie lediglich bewegen, zumindest für eine halbwegs frische Brise.

4. Klimagerät als Alternative?

Ob die Anschaffung eines Klimageräts für Sie infrage kommt, hängt u.a. auch davon ab, wie sehr Sie unter der Hitze leiden. Nach den Hitzewellen der vergangenen Jahre halten Klimageräte jedenfalls auch in unseren Breiten Einzug in Häusern und Wohnungen.

Mobile Klimageräte, sogenannte Monoblock-Modelle, werden an die Steckdose angeschlossen. Sie funktionieren über einen Abluftschlauch, der durch einen Fenster- oder Türspalt gesteckt wird. Sogenannte Split-Geräte werden hingegen fest installiert. Sie bestehen aus zwei Teilen – ein Teil wird innen im Raum angebracht, der andere (der Kompressor) außen an der Fassade. Diese Geräte sind effektiver, aber auch teurer als Monoblock-Modelle und müssen von einem Fachbetrieb installiert werden. Informieren Sie sich im Vorfeld genau über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle, Informationen gibt es u.a. bei der Verbraucherzentrale NRW. Berücksichtigen Sie neben den Anschaffungskosten, dass beim Betrieb eines Klimageräts zusätzliche Stromkosten anfallen.

WiE rät: Ob Sie als einzelner Wohnungseigentümer/in ein festes Split-Klimagerät installieren oder nachträglich ein Rollo oder eine Markise anbringen lassen möchten: In der Regel wird es sich hierbei um eine bauliche Veränderung des Gemeinschaftseigentums handeln, für die Sie die Zustimmung aller beeinträchtigten und damit im Zweifel aller Wohnungseigentümer benötigen. Allerdings sieht der Entwurf des Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetzes umfassende Änderungen in Bezug auf bauliche Veränderungen vor.

5. Elektrische Geräte ausschalten

Auch „kleine Maßnahmen“ helfen: Ob Computer, Fernseher, Kaffeemaschine: Elektrische Geräte produzieren Wärme. Lassen Sie diese nur dann angeschaltet, wenn Sie die Geräte wirklich nutzen. Andernfalls schalten Sie sie am besten ganz aus statt den Standby-Modus zu wählen.