WiE-Vorständin in Sendung des Deutschlandfunk

Dr. Sandra von Möller, WiE-Vorständin, im Studio des DLF in Köln

WiE-Vorständin Dr. Sandra von Möller war am 23. April zu Gast in der Deutschlandfunk-Sendung Marktplatz und diskutierte im Studio in Köln mit weiteren Expert:innen zum Thema: „Warme vier Wände: Bezahlbare Heizung, bezahlbar heizen mit Zukunft“.

Aktuell ist die Verunsicherung bei vielen Eigentümer:innen groß – vor allem, weil weiterhin unklar ist, welche gesetzlichen Vorgaben künftig für den Heizungstausch gelten werden. Zwar will die Koalition in Kürze das Gebäudemodernisierungsgesetz vorlegen, bislang sind jedoch nur grobe Eckpunkte bekannt.

„Gerade für Wohnungseigentümergemeinschaften, die systembedingt lange Vorlaufzeiten haben, sind solche Unsicherheiten äußerst ungünstig“, betonte Dr. Sandra von Möller und forderte verlässliche politische Rahmenbedingungen. Denn fehlende Planungssicherheit erschwert konkrete Investitionsentscheidungen erheblich: Wer heute eine neue Heizung plant, kann die zukünftigen Betriebskosten kaum seriös kalkulieren.

Besonders bei Gasheizungen bestehen große Unsicherheiten – insbesondere durch die angekündigte „Bio-Treppe“, höhere Gasnetzentgelte und einen weiter steigenden CO₂-Preis, was Gaspreise für die Zukunft kaum noch kalkulierbar macht. Aber auch bei Wärmepumpen bleibt eine zentrale Frage offen: Wie entwickeln sich künftig die Strompreise?

Fernwärme kann eine Alternative sein, aber nicht überall. Daher empfahl Dr. Sandra von Möller, sich frühzeitig über den Stand der kommunalen Wärmeplanung zu informieren. Gleichzeitig gilt zu beachten: Fernwärme wird meist nur von einem Anbieter bereitgestellt – mit entsprechender Monopolstellung.

Vor noch größeren Herausforderungen stehen Wohnungseigentümergemeinschaften mit Gas-Etagenheizungen. Hier ist ein vollständiger Umstieg auf eine zentrale Heizlösung oft technisch aufwendig und wirtschaftlich schwer umsetzbar. Hier können Etagen-Wärmepumpen können eine sinnvolle Alternative sein.

Weitere wichtige Punkte aus der Sendung:

  • Eine unabhängige Beratung sollte immer am Anfang stehen.
  • Prüfen Sie Angebote für Wärmepumpen genau – Zusatzarbeiten sind nämlich nicht immer enthalten.
  • Eine sorgfältige Planung entscheidet maßgeblich über Effizienz und Lebensdauer einer Wärmepumpe.
  • Hybridlösungen aus Gasheizung und Wärmepumpe können sinnvoll sein.

Die Sendung können Sie hier anhören.