15.07.2010

Strom, Heizung & Co werden immer teurer: 1999 gab jeder deutsche Haushalt im Schnitt 84 Euro für Energie aus. Anfang 2010 waren es 128 Euro pro Monat – mit steigender Tendenz. Das Energiesparkonto der gemeinnützigen co2online GmbH hilft Energie zu sparen und die Kosten zu senken.

Wohnungseigentümer und Mieter, Hausbesitzer und Eigentümergemeinschaften können den vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative geförderten kostenlosen Service nutzen. Unterhttp://www.energiesparclub.de/energiesparkonto/index.htmlkönnen sie mit wenigen Mausklicks ihr eigenes Energiesparkonto eröffnen. Dazu müssen zunächst online Daten über Wohnung oder Haus eingegeben werden. Wie oft danach Zählerstände und Verbrauchsdaten ergänzt werden, entscheiden die Nutzerinnen und Nutzer selbst. Generell gilt. Je mehr Daten vorliegen, desto genauer sind die Ergebnisse.
Das Konto macht den Verbrauch von Heizenergie, Strom und Wasser sichtbar, vergleicht den Verbrauch mit anderen Haushalten und zeigt so Schwachstellen auf. Außerdem werden konkrete Sparmaßnahmen im eigenen Haus, der Wohnung oder in der Eigentümergemeinschaft vorgeschlagen und die Auswirkungen auf die Energie- und CO2-Bilanz aufgezeigt. 
Wohnen-im-eigentum-Mitglied Joachim Noebel nutzt die Datenbank bereits seit zwei Jahren  – und erhält im Gegenzug Vergleichsgrößen und Analysen mit hilfreichen Grafiken und Einsparempfehlungen.
 „Im letzten Jahr habe ich auf der Basis der für meine Wohnung angefallenen Kosten eine Analyse der Betriebsstromkosten unserer Heizungsanlage und ein 'fix und fertig' vorformuliertes Schreiben an die Beiratsmitglieder, Miteigentümer und die Hausverwaltung mit Einsparvorschlägen erhalten “, berichtet der Wohnungseigentümer aus Schleswig-Holstein. „Die sorgfältig aufbereitete Analysen mit konkreten Verbesserungsvorschlägen helfen, Energie und Kosten zu sparen“, so Joachim Noebels Fazit. In seiner WEG sollen jetzt Angebote für neue Pumpen, den hydraulischen Abgleich der Heizungsanlage und für einen Austausch der Thermostatventile eingeholt und die entsprechenden KfW-Zuschüsse beantragt werden.
Gelingt es Wohnungseigentümern nicht, ihre Miteigentümer von den vorgeschlagenen Energiesparmöglichkeiten zu überzeugen, können sie Sparmaßnahmen im eigenen Haushalt, also im Sondereigentum,  durchführen – etwa durch den Kauf von energieeffizienten Haushaltsgeräten oder durch Installation von Spararmaturen – und den Erfolg mit Hilfe des Kontos kontrollieren. Außerdem erfahren energiebewusste Eigentümer, wie viel CO2-Emissionen durch Strom- und Wasserverbrauch sowie Heizen in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus entstehen.