Achtung, neues WEGesetz seit 01.12.2020! Aktuell aktualisiert WiE alle Inhalte, wir bitten um Geduld! Soweit nicht anders vermerkt, beziehen sich alle Infos hier noch auf die Rechtslage vor der Reform!

Am 1. August erhöhen auch noch Notar und Grundbuchamt die Preise / So teuer wird der Immobilienkauf

24. Juli 2013 Politiker aller Parteien fordern bezahlbaren Wohnraum – und erhöhen die Kosten für alle, die sich durch den Kauf der eigenen vier Wände gegen Wohnkostenanstieg absichern wollen: Ab 1. August 2013 steigen die gesetzlichen Tarife der Notare beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung – abhängig von deren Wert – um teilweise deutlich über 20 Prozent, ebenso für die notwendige Eintragung im Grundbuch. Preisbeispiele hier.

Damit wird die finanzielle Hürde auf dem Weg zum Eigenheim durch Kaufnebenkosten weiter erhöht. Die meisten Bundesländer haben die Grunderwerbsteuer in den letzten Jahren auf 4,5 bis 5,5 Prozent hochgesetzt, Schleswig-Holstein geht ab 2014 sogar auf 6,5 Prozent, nur Bayern und Sachsen sind bei den ohnehin schon schmerzlichen 3,5 Prozent geblieben. Auf der anderen Seite warten Immobilienkäufer bislang vergeblich auf eine Begrenzung der Maklerkosten, je nach Region 3 bis 6 Prozent plus Mehrwertsteuer, das wird – anders als bei Mietern – nicht mal ernsthaft dirkutiert. „Statt diese Ansatzpunkte für die effektive Förderung von Wohneigentum zu nutzen, verschlechtert die Politik noch die Bedingungen“, kritisiert Gabriele Heinrich, Geschäftsführerin der Verbraucherschutzorganisation wohnen im eigentum e.V. „Was sind da die politischen Aussagen für bezahlbaren Wohnraum wert?“

„Nach der neuerlichen Steigerung summieren sich die Kaufnebenkosten je nach Region auf mehr als 9 bis 14 Prozent, das sind bei einem Kaufpreis von 300.000 Euro Zusatzkosten von 27.000 bis über 42.000 Euro. Eine Menge Geld“, sagt Gabriele Heinrich.

Beispiele für die Kostensteigerungen bei Notar und Grundbuchamt finden Sie hier.