Das von der vorherigen Bundesregierung gestoppte KfW-Zuschussprogramm für barrierefreien Umbau von Wohnraum wird wieder aufgelegt. Außerdem gibt die Pflegeversicherung künftig höhere Zuschüsse für den behindertengerechten Umbau.

Damit reagiert Berlin auf den enormen Nachholbedarf bei alters- und behindertengerechtem Ausbau. Derzeit fehlen rund zwei Millionen barrierefreie Wohneinheiten, es gibt davon nur 700.000 Einheiten, gebraucht werden 2,7 Millionen. Das hat eine Studie der Prognos AG im Auftrag der KfW ergeben. Und die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in ihren eigenen Räumen leben.

Das KFW-Zuschussprogramm wird vorerst mit zehn Millionen Euro ausgestattet. Es ist interessant für alle, für ein KfW-Darlehensfinanzierung unattraktiv ist. Über die konkrete Ausgestaltung finden derzeit Gespräche zwischen KfW und Bundesregierung statt. Das Programm wird voraussichtlich ab Ende des dritten Quartals 2014 zur Verfügung stehen.

Das KfW-Produkt Altersgerecht Umbauen-Kredit (159) läuft mit Kreditbeträgen von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit weiter. Das Produkt Altersgerecht Umbauen-Investitionszuschuss (455) stellt bis zu 6.250 Euro pro Wohneinheit zur Verfügung.

Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz sind ab dem 1.1. 2015 die Zuschüsse für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen von bisher bis zu 2.557 Euro auf bis zu 4.000 Euro pro einzelner Maßnahme angehoben worden. Es werden Maßnahmen innerhalb und außerhalb der Wohnung finanziert. Den Zuschuss kann die Pflegekasse geben, wenn die Maßnahme häusliche Pflege ermöglicht oder stark erleichtert oder wenn sie eine möglichst selbstständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wiederherstellt. Wenn mehrere Anspruchsberechtigte in einer Wohnung oder in einem Haus zusammen wohnen liegt der Gesamtbetrag bei bis zu 16.000 Euro pro Maßnahme.

Alle Infos zur Förderung deder Barrierefreiheit finden Sie hier http://www.wohnen-im-eigentum.de/modernisierung/barrierefreiheit.html
Stand August 2014