29.11.2013 Am 16. November 2013 fand in Berlin die jährliche Mitgliederversammlung statt. Auf der Tagesordnung standen weitreichende Entscheidungen für die Weiterentwicklung von wohnen im eigentum.

Die wichtigsten Beschlüsse
Die Mitgliederversammlung hat beschlossen, dass künftig nicht nur Personen, sondern auch kleine Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) mit bis zu 20 Wohnungen Mitglied werden können. Für sie gelten besondere Mitgliedsbeiträge, diese WEGs müssen dem Verein gegenüber ein oder zwei Ansprechpartner benennen. Auf den Mitgliederversammlungen haben diese WEGs nur eine Stimme, wie die natürlichen Mitglieder auch.

Hintergrund dieser Neuerung: Kleine WEGs verwalten sich oft ganz oder zum Teil selbst, sie haben spezifische auf ihren Verband bezogene Bedürfnisse. Dem entsprechend entwickelt wohnen im eigentum spezielle Angebote, etwa einen Verwaltervertrag für ehrenamtliche Verwalter. Dazu passt die Mitgliedschaft des WEG-Verbandes besser als die von Einzelpersonen, zumal in diesem Fall in der Regel nur ein Eigentümer pro WEG Mitglied wird, auch wenn die ganze WEG davon profitiert.

In diesem Zusammenhang gibt es auch Überlegungen, ob es eine spezielle Mitgliedschaft für Verwaltungsbeiräte geben soll. Diese Frage wird die Geschäftsführung bis zur nächsten Mitgliederversammlung prüfen.

Eine weitere Satzungsänderung ermöglicht der Geschäftsführung mehr Flexibilität bei der Mitgliederwerbung: Sie kann im Einzelfall auf Mitgliedsbeiträge ganz oder zum Teil verzichten. Das ermöglich Werbeaktionen etwa durch zeitlich befristete „Schnuppermitgliedschaften“.

Weitere Beschlüsse können die Mitglieder im Protokoll nachlesen, das in den nächsten zwei Wochen versandt wird.

Solide finanzielle Basis
Diese Zukunftspläne haben eine solide finanzielle Basis, das zeigte die Vorstellung des Jahresabschlusses 2012: Der Wegfall der staatlichen Förderung für das Projekt „Vernetzung der Verwaltungsbeiräte“ konnte durch die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags ab 1. Januar 2012 aufgefangen und das Jahr 2012 mit einem Überschuss abgeschlossen werden. Das ermöglichte die Bildung einer Rücklage, die eine ausreichende Deckung für die geplanten neuen Serviceleistungen bietet.

Besonders erfreulich ist, dass diese positive finanzielle Entwicklung nicht zu Lasten des Ausbaus von Service und politischer Vertretung ging. Das zeigte der Jahresbericht des geschäftsführenden Vorstandsmitglieds Gabriele Heinrich. Die wichtigsten Punkte:
* die Fachtagung zum zehnjährigen VBestehen von wohnen im eigentum am 15. Juni 2013 in Bonn,
* die Aktion Sicherheits-Check für WEG-Konten,
* das erweiterte Angebot für vermietende Haus- und Wohnungseigentümer,
* die Fortführung des Projekts „Vernetzung der Verwaltungsbeiräte“ auf eigene Kosten,
* Entwicklung und Pilotveranstaltung für eine zweitägige Kompaktschulung für Beiräte.

Zukunftsperspektiven
Im Planungs- oder Entwicklungsstadium befinden sich weitere Angebote, etwa:
* das Auskunftsportal „Wer kennt den Verwalter?“ für die Verwaltersuche,
* Online-Anmeldung zur Telefonberatung,
* Service für selbstverwaltende WEG’s.

Auch die politische Interessenvertretung - eines der wichtigsten Tätigkeitsfelder von wohnen im eigentum – wurde erfolgreich weitergeführt. Dabei hat die Stimme des Vereins durch die Ergebnisse des Zensus 2011 - 9,3 Millionen Eigentumswohnungen - noch an Gewicht gewonnen. Die ständige Lobbyarbeit des Verbands trägt jetzt Früchte und zeigt – zum Beispiel durch Einladung zur Enquetekommission des Landtages NRW – dass die Anliegen der Wohneigentümer zunehmend wahrgenommen und durch Aufnahme in Wahlprogramme und Koalitionsvereinbarung auch berücksichtigt werden.
wohnen im eigentum wird mit der Einrichtung einer Referentenstelle in Berlin seine Lobbyarbeit und Politikberatung zukünftig noch weiter ausbauen.