Unbekannt und unbeachtet - 60 Jahre Wohnungseigentum

 

Im März 1951 trat in Deutschland  das Wohnungseigentumsgesetz (WEG) in Kraft. wohnen im eigentum nimmt das 60-jährige Bestehen des Gesetzes zum Anlass, einen historischen Abriss und Ausblick auf die Entwicklung des Gesetzes und des Wohnungseigentums aus dem Blickwinkel der selbst nutzenden Wohnungseigentümer und kleinen Kapitalanleger zu geben. 

 

Bislang sind Wohnungseigentümer in Deutschland weitgehend unbekannte Wesen; das Wohnungseigentum ist eine „Terra Incognita“. Datenlage und Forschungsstand sind mehr als defizitär.  Weil Wohnungseigentümer nur  wenig organisiert sind und ihre Interessen oft nicht selbst vertreten, werden sie von Politik und Öffentlichkeit kaum wahrgenommen. Den ehrenamtlich tätigen Verwaltungsbeiräten fehlt der gesetzliche  Auftrag, die Eigentümergemeinschaft nach außen vertreten oder zu mindestens darstellen zu können. Die politische Interessenvertretung beanspruchen bislang fast ausschließlich Verwalter, Rechtsanwälte, Bauträger, Wohnungsgesellschaften, Richter und ihre Verbände.

Dieser Meinungsführerschaft und nicht seltenen Bevormundung arbeitet wohnen im eigentum bewusst entgegen. Mit der 56-seitigen Broschüre leitet der Verbraucherschutzverein einen Perspektiv- und Paradigmenwechsel ein. Die Beiträge verschiedener Autoren sollen das Bewusstsein stärken, dass die Wohnungseigentümer „die Eigentümer“ sind und dass sie sich mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen als Anwälte in eigener Sache am besten vertreten. 

Gabriele Heinrich gibt einen historischen Rückblick und setzt die Novellierungen des WEGesetzes in Beziehung zur baulich-sozialen Entwicklung des Wohnungseigentums. Ihre Geschichte des Wohnungseigentums wird unterlegt mit sechs Steckbriefen von Wohnungseigentumsanlagen aus den sechs Jahrzehnten. Dr. Matthias Schmieder beschreibt die herausragende wirtschaftliche Bedeutung des Wohnungseigentums, die nicht mit seiner politischen Bedeutung korrespondiert. Mit der oft unrühmlichen Rolle der Mehrheitseigentümer befasst sich Werner Schmidt in zwei Beiträgen. Er beschreibt  u.a., wie ein Immobilienfonds eine „normale“ WEG eroberte. Schließlich wirft Ludwig Waldmann einen Blick auf die „Kirschen in Nachbars Garten“, d. h. auf das spanische und französische Wohnungseigentumsgesetz. Die Broschüre soll zur Diskussion über Reformen rund um das Wohnungseigentum anregen.

 

Inhaltsverzeichnis
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Autoren: Gabriele Heinrich, Werner Schmidt, Dr. Matthias Schmieder, Ludwig Waldmann
Erscheinungsjahr: 2011
Umfang: 54 Seiten, DIN-A5
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