Gemeinschaftsordnung

Inhalt, Vorgehensweise und Änderungsoptionen

 

Die Teilungserklärung wird meistens ergänzt durch Regelungen über die rechtlichen Beziehungen der Wohnungseigentümer untereinander. In dieser Gemeinschaftsordnung, einer Art „Satzung der Eigentümergemeinschaft“ werden Vereinbarungen festgelegt, durch die die Vorschriften des Wohnungseigentumsgesetzes ergänzt oder abgeändert werden können.

Die Festlegungen in der Gemeinschaftsordnung sind für Sie von weitreichender Bedeutung. Zum einen, weil eine solche Gemeinschaftsordnung ebenso wie die Teilungserklärung im Nachhinein nur wieder mit Zustimmung aller Wohnungseigentümer und mit einer Eintragung ins Grundbuch abgeändert werden kann. Zum anderen, weil hier wesentliche Rechte und Pflichten festgelegt sind, an die Sie gebunden sein werden: In der Gemeinschaftsordnung werden neben den bereits erwähnten Sondernutzungsrechten auch das Stimmrecht und Ihr zukünftiger Stimmanteil in der Eigentümerversammlung festgelegt sowie die Kostenverteilung bestimmt.

In einer Gemeinschaftsordnung kann auch die Untersagung gewerblicher oder beruflicher Tätigkeiten festgelegt werden, ebenso kann ein generelles Tierhaltung- oder Musizierverbot ausgesprochen werden.
 

Weitere Informationen in der Rubrik „Gemeinschaftsordnung“:
 

>> Inhalt der Gemeinschaftsordnung

>> Zustandekommen der Gemeinschaftsordnung

>> Änderungen der Gemeinschaftsordnung

 

Eigentumswohnungen - Wohnungseigentümer vernetzen sich

Weitere Informationen

 

Ratgeber und Mustervorlage

Gefördert durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat WiE den Ratgeber "Das Miteinander gebacken bekommen" zur Aufklärung über Teilungs- erklärungen und Gemeinschafts- ordnungen verfasst und seine Muster-Teilungserklärung / -Gemeinschaftsordnung aktualisiert. Mehr Informationen dazu finden Sie hier. Beide stehen zum kostenfreien Download bereit.

 

Studie

„Teilungserklärungen in der Praxis“
Prüfung von Teilungs- erklärungen und Gemeinschafts- ordnungen im Hinblick auf unausgewogene, ungerechte und konfliktfördernde Regelungen
[ PDF | 516 KB ]