Erfahrungen ehemaliger Hauseigentümer

Lohnt der Tausch Haus gegen Wohnung? Das meinen WiE-Mitglieder

5.2.2018. Es ist ein Thema, das viele beschäftigt: Auf einen Aufruf von Wohnen im Eigentum e.V. nach Gesprächspartnern zum Thema "Tausche Haus gegen Wohnung" haben sich mehr als dreißig Eigentümer gemeldet, die sowohl Erfahrung als Eigentümer eines Hauses als auch als Eigentümer einer Wohnung haben. Vielen Dank dafür!

Zwei ausführliche Interviews mit Wohnungseigentümern, die ihr Haus für eine Wohnung aufgeben haben, lesen Sie hier: ein positives und ein negatives Beispiel. Auszüge aus weiteren Erfahrungsberichten haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

  • "Ich bin komplett zufrieden mit dem Wechsel", sagt beispielsweise Uwe Lembke. Der 77-Jährige und seine Frau haben 2013 ihr Reihenhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche in der Nähe von München verkauft und wohnen nun ganz in der Nähe ihres Reihenhauses in einer altersgerechten Wohnung mit Fahrstuhl und mit breiten Türen auf 90 Quadratmetern. "Wir wollten nicht plötzlich aus unserem Haus raus müssen", erklärt Lembke. Außerdem wären in dem Reihenhaus aus den 80er Jahren einige Investitionen nötig gewesen wie zum Beispiel moderne Sanitäranlagen. Dem Ehepaar gefällt neben der Barrierefreiheit der Standard ihrer Wohnung im Neubau: Es gibt eine offenen Raum mit Küche, Essecke und Wohnraum, Holzfußboden, die Fenster sind dreifach verglast, die Wände in Ziegelbauweise bis zu 36 Zentimeter dick. "Die Geräuschdämmung ist sehr gut. Ich hätte nicht gedacht, dass es so was gibt", schwärmt Lembke. Seinen Garten vermisse er nicht: "Wir hatten ohnehin nur einen kleinen Garten. Und hier haben wir einen schönen Balkon." Mit den Besonderheiten des Wohnens in einer Eigentümergemeinschaft kannte Uwe Lembke sich schon vor dem Einzug aus, denn auch das Reihenhaus gehörte zu einer Wohnungseigentümergemeinschaft. "Außerdem haben wir eine Ferienwohnung auf Sylt". Dort gab es einmal Probleme mit der Verwaltung und Unstimmigkeiten bei den Abrechnungen. Mit der Verwaltung der neuen Wohnung dagegen ist Uwe Lembke, der sich – wie bereits bei der Ferienwohnung auf Sylt - als Beirat engagiert, zufrieden. Mit einigen Prinzipien des WEG-Rechts kann er sich dagegen nicht anfreunden. Dass auch bei kleinen baulichen Veränderungen alle betroffenen Eigentümer zustimmen müssen, findet er zum Beispiel unverständlich. Ein Eigentümer der Anlage hätte gerne ein Fenster in einer Seite der Balkonwand, darf es aber nicht einbauen, weil es eine einzige Gegenstimme gab. "Das kann doch nicht sein", findet Lembke.

Weitere Zuschriften zeigen, dass es ganz unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema gibt:

  • Verwaltung auf Tauchstation
    "Ich hatte seit mehr als 20 Jahren ein Einfamilienhaus und habe mich dann für eine Eigentumswohnung in einem Neubau entschieden (Erstbezug). Grund für den Wechsel war die gewünschte Stadtnähe und damit verbunden einen einfachere und autofreie Versorgungsmöglichkeit sowie die zu erwartenden Reparaturen am Einfamilienhaus. Ich bin im Nachhinein sehr negativ überrascht über die höchst schleppende und arrogante Mängelbeseitigung durch den (durchaus renommierten) Bauträger. Handwerker und Bauträger gehen im Haus ein und aus, ohne es der Verwaltung mitzuteilen. Häufig weiss man nicht, wer was wann gemacht hat! Auch dem Bauträger scheint die Übersicht über die SubSubSubUnternehmer verloren gegangen zu sein. Nach drei Jahren haben wir die Verwaltung gewechselt. Nun gibt es zwar ein besseres Gewährleistungsmangelmanagement, aber eine völlig überarbeitete reguläre Verwaltung. Die Dame war für circa ein halbes Jahr auf Tauchstation gegangen: Auf Anfragen keine Antworten und auch keine Aktionen. Nach mehreren Krisensitzungen scheint es nun etwas besser zu laufen." Jürgen Reichardt
     
  • Anerkennung spornt an
    "Vor sechs Jahren habe ich mein Haus verkauft und gebrauchte Wohnungen gekauft. Ich habe angenommen, dass ich weniger mit Haus und Garten zu tun habe und mehr Freizeit. Nun habe ich schlechte bis sehr schlechte Hausverwaltungen: Machen nur das Notwendigste, arbeitet sehr träge und schleppend, es gibt einen Renovierungstau in fast allen Liegenschaften und gravierenden Mängel in dem Haus in dem wir wohnen. Das Objekt wird abgewirtschaftet, obwohl genügend Rücklage ist. Das Traurige daran ist, das die Eigentümer desinteressiert sind, nicht genügend hinterfragen und blind der Hausverwaltung vertrauen. Jetzt bin ich in zwei Liegenschaften im Verwaltungsbeirat und habe schon eine Menge bewegt und verändert. Mein Fazit: Ich arbeite nun genausoviel wie früher, als ich ein eigens Haus hatte. Jedoch anders. Mein Trost ist, dass ich noch jung genug bin, das durchzustehen. Ich hoffe, dass mein Invest sich auszahlt. Dennoch denke ich, dass ich noch einmal tauschen würde. Ich habe sehr, sehr viel dabei gelernt und sehe es positiv! Ich habe von vielen Eigentümern Anerkennung für mein Engagement erhalten. Das spornt an. Jedoch wäre das alles Aufgabe einer guten Hausverwaltung." Andreas Kugelstadt
     
  • Ohne Sachkunde: Finger weg!
    "Ich wohne im eigenem Haus mit einer Mietwohnung und besitze auch eine Eigentumswohnung im Bruchteil Eigentum. Jedes Jahr muß mit den Eigentümern und dem Verwalter für eine sachgerechte Abrechnung gekämpft werden. Wenn jemand nicht sachkundig ist; Finger weg von einer Eigentumswohnung. Der Ärger ist vorprogrammiert!" Hans J. Knemeyer
     
  • Der richtige Schritt
    "Bereits das Reihenhaus, in dem wir früher gewohnt hatten, befand sich in einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Wir sind dort ausgezogen, da wir eine Wohnung auf einer Ebene wollten. Wir nähern uns dem Alter, in dem das Treppensteigen mühevoll wird. Es war der richtige Schritt, den wir nicht bereuen. Mit der Wohnungseigentümergemeinschaft ist es halt immer so eine Sache, ob nun vorher oder nachher. Wir haben auch mehrere Verwaltungen erlebt. Die jetzige empfinde ich als die professionellste. Trotzdem ist es bei manchen Dingen einfach schwierig. Wir fahren seit 1, 5 Jahren ein Elektroauto. Eine simple Steckdose an seinen Tiefgaragenstellplatz zu bekommen ist ein wahrhaft aufwendiges Unterfangen."
    Michael Brod
     
  • Keine eigenen Entscheidungen mehr
    "Bei der ersten Eigentümerversammlung fingen schon unsere Zweifel an, ob der Kauf richtig war. Man hat plötzlich keine eigenen Entscheidungen mehr. Die Mehrheit bestimmt. Es kam noch schlimmer. Zu unserer Wohnung gehört leider kein Garagenparkplatz in der Tiefgarage. Nun musste mit Mehrheitsbeschluss die Garage saniert werden. Obwohl wir keine Garage haben, mussten wir 10.000 Euro für die Sanierung aufbringen. Wir haben mittlerweile unsere Eigentumswohnung vermietet, haben ein Wohnhaus gemietet und sind wieder glücklich und zufrieden. Kleinigkeiten wie Stromanbieter, Versicherungen, Garage, Ölpreis können wir wieder selbst entscheiden." Ingrid und Heinz-Günter Gröters
     
  • Letztendlich überwiegen die Vorteile
    "Mein Mann (76) und ich (69) haben unser Zweifamilienhaus aus Altersgründen verkauft. Das Mehrgenerationenhaus hatte seinen Zweck erfüllt, wir waren zu zweit dort übrig geblieben. Das große Grundstück und der Unterhalt wurden uns zu viel. Auch einige unliebsame Erfahrungen mit Mietern haben zu unserem Entschluss beigetragen. Mein Mann und ich wollten außerdem zentraler wohnen. Jetzt wohnen wir im Innenstadtbereich von Hanau, vorher waren wir cira 12 Kilometer entfernt. Die Wohnung gefällt uns gut, es gibt auch hier viel Grün ums Haus. Alles wird gepflegt und gereinigt, so wie wir uns gewünscht hatten. Leider ist eine Mitbewohnerin ziemlich giftig und rücksichtslos. Wir bekommen reichlich Wasser von oben auf unsere Terasse geschüttet und es werden auch Vorleger ausgeschüttelt. Leider keine Einsicht! Wir werden wohl einen Anwalt einschalten müssen. Auch haben wir nicht darauf geachtet, dass der Terassenbereich und Gartenanteil im Grundbuch eingezeichnet sind. Dort ist nichts für die Erdgeschosswohnungen eingezeichnet. Also unbedingt vorher einsehen! Allerdings weiß ich nicht, ob uns das vom Kauf abgehalten hätte. Letztendlich überwiegen für unsere Lebenssituation die Vorteile einer Eigentumswohnung." Karin Ruhöfer
     
  • In einer WEG kommen unterschiedliche Charaktere zusammen
    "Ehemalige Hauseigner, insbesondere diejenigen, die gerne Kleinreparaturen selbst ausgeführt haben, werden sich in einem verwalteten Objekt eingewöhnen müssen. Wenn zudem die Verwaltung langsam, nicht immer konform mit dem Wohungseigentumsgesetz und vom Bauträger dominiert agiert - was leider bei uns der Fall ist – wird das nicht einfacher. Wenn die von der Verwaltung ausgewählten Handwerker nicht die gewohnte Qualität der jahrelang im eigenem Haus herangezogenen Fachleute abliefern, ist das schwer zu akzeptieren. Einstellen sollte man sich darauf, dass sehr unterschiedliche Charaktere und Vorerfahrungen zusammenkommen. Das kann Änderungen und Lösungen, die man selbst für gut und vernünftig erachtet, schwierig gestalten. Wir bereuen den Umzug aber nicht. Ich habe mich in den Beirat wählen lassen und konnte den Ärger mit der Verwaltung minimieren. Wir können verreisen ohne Rücksicht auf Garten und Schnee. Da wir in eine zentrale Lage gezogen sind, bewegen wir uns deutlich mehr. Der zweite PKW wurde abgeschafft. Der tägliche Einkauf erfolgt zu Fuß." Dietlind Kammacher
     
  • Weniger Mittel nach der Trennung verfügbar
    "Ich habe ein freistehendes, abbezahltes, grundsaniertes Einfamilienhaus mit Terrasse, Teich, Innenkamin und großen Fenstern sehr gerne bewohnt und als Hauseigentümer kaum Probleme erlebt. Jedoch haben sich meine Lebensumstände verändert. Nach einer Trennung bin ich erst einmal in eine Mietwohnung gezogen. Im Sommer ziehe ich in eine Eigentumswohnung. Nach der Scheidung hatte ich nicht mehr die Mittel verfügbar und den Nerv für Erwerb und Umbau eines (äquivalenten) Gebrauchthauses, geschweige denn eines Neubaus. Statt einer Gebrauchtimmobilie habe ich mich für eine Neubauwohnung entschieden, stadt- und infrastrukturnah und noch finanzierbar, barrierearm und mit kleinem Garten."(auf Wunsch anonym)
     
  • Ärger mit den Nachbarn ist weniger schnell bereinigt
    "Wir sind oft verreist. Zu der Zeit wurde nicht nur bei uns im Haus, sondern auch beim Nachbarn eingebrochen. Da fassten wir den Beschluss, eine Eigentumswohnung zu kaufen. Wir hatten dann mehrere Nachbarn im Haus, die soetwas verhindern konnten. Wir hatten keine Arbeit mehr mit dem großen Garten. Heute, da ich weiß, wieviel Ärger eine Hausverwaltung machen kann, würde ich das gerne rückgängig machen. Ärger, meistens nicht so schlimm, hat man im Haus mit den Nachbarn rechts und links auch, der ist aber schnell bereinigt. In der Eigentumsgemeinschaft nicht. Und eingebrochen wird hier auch." Peter Kaschura
     
  • Im WEG-Korsett
    "Unsere gewöhnungsbedürftigen Erfahrungen als Wohnungseigentümer: Vom vormaliger Hauseigentümer mit eigenen Entscheidungsmöglichkeiten mutiert man zum Eigentümer im WEG-„Korsett" und wird vom Wohngefühl her zum „Mieter" in einer Wohnungsanlage. Zudem geht man - im Positiven wie im Negativen - eine dauerhafte „Beziehung" mit den Miteigentümern ein. Darunter gibt es zum Beispiel solche, die sich wie Alleineigentümer aufführen und solche, die das WEGesetz, die Teilungserklärung, die Hausordnung und so weiter nicht kennen oder ignorieren. Viele Wohnungseigentümer in der WEG haben zudem komplett unterschiedliche Interessen (Vermieter/ Eigennutzer) oder unterschiedliche Sorgfalt bei Nutzung und Sauberhaltung des Gemeinschaftseigentums (Selbstnutzer/Mieter). Und selbst eine jahrelang „friedliche" WEG kann sich durch Eintritt rechtlich streitlustiger Zweiterwerber, die die Teilungserklärung „punktgenau" durchsetzen wollen, unerwartet verändern. Wir haben zudem eine „höllische" Kombination aus einem tyrannischen Mehrheitseigentümer und einem durch Stimmenanteil des Mehrheitseigentümers eingesetzten willfährigem Hausverwalter. Seitdem geht alles seitens der übrigen Miteigentümer über das Gericht im Instanzenweg. Wir haben dadurch immer ein Prozess- und Kostenrisiko und es wird erst nach vielen Jahren entschieden. Dieses Problem war beim Kauf so nicht vorhersehbar, denn der Mehrheitseigentümer wurde erst nach Zukauf von Wohnungen in der Anlage über die Jahre zum Mehrheitseigentümer. Auch sonst ist es schwer, sich an wohlgemeinte Vorschläge in den Ratgebern oder von Rechtsanwälten zu halten. Diese scheitern an der derzeitig üblichen Verkaufs-Praxis von Wohnungen („Verkäufermarkt"). Wer zum Beispiel als potentieller allererster Käufer in einer Anlage Änderungen der Teilungserklärung oder Materialänderungen mit dem Bauträger diskutieren will, scheidet zumeist „automatisch" als Vertragspartner aus." Hans-Jürgen Hennig
     
  • Ein Haus macht mehr Arbeit
    Aus meiner Sicht macht ein Haus mehr Arbeit als eine Eigentumswohnung. In unserer WEG haben wir zum Beispiel einen Hausmeister, der viele Arbeiten leistet, die wir in einem eigenen Haus selber besorgen und erbringen müssten. Die ideellen Erwartungen haben sich allerdings nicht erfüllt. Da gibt es einige Enttäuschungen." Wolfgang Decker
     
  • Zu viel Platz
    "Ich möchte meinen Kindern im Alter so wenig wie möglich zur Last fallen. Da ich erbbedingt zu einer schlaganfallgefährdeten Familie gehöre, weiß ich nicht, was mir im Alter einmal blüht. Im Falle eines Falles möchte ich weitestgehend selbständig bleiben, dazu gehört auch, dass ich meinen Haushalt alleine weiter führen kann. Dies ist natürlich in einer kleinen 1,5 Zimmer-Wohnung eher möglich als in einem 2,5stöckigen umgebauten Bauernhaus mit großem Garten und Hof. Es beginnt dabei schon mit dem Sauberhalten und zieht sich bis zur Räum- und Streupflicht im Winter. Von der Gartenpflege ganz zu schweigen! Im Falle meines Ablebens möchte ich meinen Kindern nicht aufbürden, dass sie ein großes Haus leer räumen müssen. Je größer das Haus, desto mehr Platz für unnötigen Nippes-Kram. In einer kleinen Wohnung kann sich nicht soviel ansammeln. Die von der Regierung in den Raum gestellte Absicht, sich als Eigentümer an Straßensanierungs- und instandhaltungskosten beteiligen zu dürfen, würde mich, da "mein" Haus direkt an einer Ortsdurchgangsstraße liegt, welche stark befahren ist, in den finanziellen Ruin treiben. Zudem: ,Wer als Rentner etwas besitzt, kann im Bedarfsfall nicht mit der Hilfe des Staates rechnen. Auch Ererbtes bleibt davon nicht unberührt. Und als alleinstehende Frau dürfte ich in dem Fall ohnehin nicht in einem Haus mit 200 Quadratmetern Wohnfläche bleiben. Wenn ich das Haus erst im Ernstfall an meine Kinder übergebe, dann könnte diese Maßnahme von Rechts wegen rückgängig gemacht werden. Dann hätten meine Kinder schlimmstenfalls nichts von dem Haus, in welchem sie aufgewachsen sind. Das will ich nicht! Einen Rausschmiss aus einer 35 Quadratmeter kleinen, eigengenutzten Wohnung müsste ich hingegen nicht fürchten. Der finanziellen Belastung, welche ein großes, bis dahin in die Jahre gekommenes Haus, mit sich bringt, wäre ich als Rentner nicht gewachsen. Diese Belastungen blieben mir auch erhalten, wenn ich das Haus vermieten würde." Sabine Groß
     
  • Vermieten verleidet
    "Ich wohne seit 1988 in einer Eigentumswohnung und habe mein Elternhaus 20 Jahre lang an verschiedene Partien vermietet. Die letzten Mieter hatten sich aber als widerständig entpuppt und die Miete erst nach anwältlichem Eingreifen gezahlt. Das hat mir das Vermieten schließlich verleidet. Vor einigen Jahren habe ich daher verkauft. In der Wohnungseigentümermeinschaft habe ich ein passables Verhältnis. Die Hausverwaltung hat sich allerdings selbstherrlich auf unsere Kosten mit "bewährten" Handwerkern" selbst saniert. Deshalb sind wir auf der Suche nach einer neuen Hausverwaltung." Bernd Haeckert
     
  • Vor- und Nachteile
    "Wohnen in einer Eigentumswohnung bedeutet für uns unter anderem sehr lange Entscheidungswege mit zum Teil noch längeren Umsetzungszeiträumen; die Verantwortung für ein Haus, das uns nur zu einem Sechstel gehört und für das die Entscheidungs- und Verfügungsmacht in sechs Parteien zerlegt ist; sich mit fünf verschiedenen Interessen- und Finanzlagen auseinander zu setzen; eine total unterfinanzierte Instandhaltungsrücklage mit entsprechendem Handlungsstau und das Gefühl, nie allein zu sein und immer Rücksicht zu nehmen. Es bedeutet für uns aber auch, dass Reinigungsarbeiten vom Hausmeister erledigt werden; Schneeräumen, Entsorgungstätigkeit, Gartenpflege und dergleichen erledigt werden und wir uns um Brennnstofflieferungen und ähnliche Dinge keine Sorgen machen müssen." Raimund Bieker