Einbruchschutz

So müssen Einbrecher draußen bleiben

 

Nach Angaben der Polizeilichen Kriminalstatistik gab es im zuletzt ausgewerteten Jahr 2015 bundesweit 167.136 Wohnungseinbruchdiebstähle und Versuche des Einbruchsdiebstahls. Im Vergleich zum Jahr davor ist die Zahl dieser Straftaten um rund 10 Prozent gestiegen. In rund 70.000 Fällen kamen die Täter sogar zur Tageszeit. Immerhin eine gute Nachricht gibt es: In 42,7 Prozent der Fälle blieb es beim Versuch. Der Anteil der Fälle, in denen der Einbruch nicht vollendet wurde, steigt seit 15 Jahren immer weiter an. Im Jahr 2001 lag er bei 33,9 Prozent. Dass die Täter es immer öfter nicht schaffen, in die Wohnung einzusteigen, könnte durchaus auf verbesserten Sicherungsmaßnahmen beruhen, vermutet die Polizei.

Die vollendeten Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl verursachten im Jahr 2015 einen Schaden von rund 440 Millionen Euro. Für 2016 liegen noch keine Zahlen vor. Für die materiellen Schäden kommt oft die Hausratversicherung auf; als schlimmer empfinden viele Opfer den Einbruch in ihre Privatsphäre und die damit verbundene Verunsicherung.

Viele Haus und Wohnungseigentümer machen es den Einbrechern leicht. Wohnungstüren, die nur zugezogen werden, oder gekippte selbst geschlossene Fenster oder Balkontüren im Erdgeschoss lassen sich nicht selten ohne oder mit einfachem Werkzeug öffnen. Die Arbeitsweise der Täter ist oft die gleiche: In den meisten Fällen hebeln sie Fenster und Türen auf der Öffnungsseite auf.

 

Sicher ist sicher – das können Sie für den Einbruchschutz tun

Durch zusätzliche Schlösser oder Sicherungen wie Pilzkopfverriegelungen, Querriegelschlösser und Mehrpunktverriegelungen kann Einbrechern nach Meinung von Experten im wahrsten Sinn des Wortes ein Riegel vorgeschoben werden. Viele mechanische Sicherungen lassen sich ohne großen Aufwand nachrüsten. Wohnungseigentümer müssen allerdings in der Regel ihre Miteigentümer fragen, bevor sie in puncto Sicherheit aktiv werden. Denn Wohnungseingangstüren und Fenster sind Gemeinschaftseigentum.

Der Aufwand lohnt. Einen hundertprozentigen Schutz gibt es zwar nicht. Profis können fast jedes Sicherungssystem überwinden. Doch die meisten Einbrecher geben auf, wenn sie  nicht in kürzester Zeit ins Haus oder in die Wohnung gelangen – und suchen sich leichtere Ziele. Aufmerksame Nachbarn sind ein guter Schutz. Und auch gute Beleuchtung und Bewegungsmelder schrecken Einbrecher ab. Mechanische Sicherungen stehlen dem Täter Zeit: Sie verhindern, dass er schnell ins Haus oder in die Wohnung kommt. Einbruchmeldeanlagen schlagen Alarm, wenn jemand versucht, ins Haus einzudringen oder – bei Innenraumüberwachung – wenn er drinnen ist. Der mechanische Einbruchschutz sollte an erster Stelle stehen; ideal ist eine Kombination von mechanischer und elektronischer Sicherung.

 

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(Stand: 24.1.2017)

 

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