Rechte und Pflichten

Rechte und Pflichten der Verwaltung

 

Die Rechte und Pflichten des Verwalters ergeben sich zum einen aus dem Gesetz, aber auch aus dem zu schließenden Verwaltervertrag. Hier sind neben der Frage der Vergütung des Verwalters auch weitere wichtige Regelungen zu treffen.

 

Eigentümerversammlung einberufen
Zu seinen Aufgaben gehört es, mindestens einmal im Jahr eine Eigentümerversammlung einzuberufen. Hierzu hat er alle Wohnungseigentümer schriftlich unter Angabe der Tagesordnungspunkte einzuladen. In der Regel leitet der Verwalter die Wohnungseigentümerversammlung und regelt so deren Ablauf.

 

Beschluss-Sammlung führen
Der Verwalter muss eine Beschluss-Sammlung (erst einloggen, dann klicken: ausführliche Informationen für Mitglieder hier) führen, in der die Beschlüsse der Eigentümerversammlung mit ihrem Wortlaut, dem Ort und dem Datum der Beschlussfassung einzutragen sind, ebenso gerichtliche Entscheidungen über einzelne Beschlüsse mit ihrer Urteilsformel.

 

Beschlüsse der Wohnungseigentümer umsetzen
Selbstverständlich gehört es zu den Pflichten des Verwalters, die Beschlüsse der Wohnungseigentümer durchzuführen und auch für die Einhaltung der Hausordnung zu sorgen. Er muss bei Störungen und Unregelmäßigkeiten informiert werden. Was tun, wenn der Verwalter nichts tut? Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Aufstellung des Wirtschaftsplans
Des weiteren ist der Verwalter für die Finanzen der Wohnungseigentümergemeinschaft verantwortlich. Er muss jedes Jahr einen Wirtschaftsplan aufstellen, in dem die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben aufzuführen sind. Für die Rechnungsstellung und Einziehung des Hausgeldes der einzelnen Wohnungseigentümer ist ebenfalls der Verwalter zuständig. Er zieht diese Beiträge ein und zahlt davon die im Wirtschaftsplan ausgewiesenen Kosten, z.B. für den gemeinsamen Strom-, Wasser- und Heizölverbrauch, Versicherungsprämien und den Hausmeisterlohn.

 

Erstellung der Jahresabrechnung
Der Verwalter ist verpflichtet, ihm anvertrauten Gelder gesondert von seinem privaten Vermögen anzulegen. Einmal im Jahr muss er den Wohnungseigentümern einen Überblick über die tatsächliche Finanzsituation der Gemeinschaft geben. Wohnungseigentümer, die im Juli/August noch keine Jahresabrechnung zum Vorjahr erhalten haben, brauchen sich nicht länger untätig zu gedulden. Sie können die Abrechnung dann einfordern, notfalls auf dem Klageweg. Mehr dazu lesen Sie hier.

Beachten Sie: Die Jahresabrechnung ist auch die Grundlage für eine mögliche (von WiE nicht empfohlene!) Entlastung des Verwalters durch die Eigentümerversammlung. Die Entlastung wird durch einen Mehrheitsentschluss der Eigentümerversammlung herbeigeführt. Hierdurch verzichtet die Eigentümergemeinschaft auf bestehende Schadensersatzansprüche gegenüber dem Verwalter. Dieser Beschluss ist also keine bloße Formalie, sondern ein echter Rechtsverzicht der Eigentümergemeinschaft. Eine Pflicht zur Entlastung des Verwalters besteht nicht, ebenso wenig hat der Verwalter einen Anspruch hierauf.

Eigentumswohnungen - Wohnungseigentümer vernetzen sich

    

Weitere Informationen

 

Ratgeber

 

Ratgeber über die Bestellung, Entlastung, Abberufung und Kündigung des Verwalters, Stimmrechtsvollmachten und WEG-Kontenführung

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wenn es Streit gibt ..."
Ratgeber über über die Bestellung, Entlastung, Abberufung und Kündigung des Verwalters

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"Die Prüfung der Jahresabrechnung"
Ein Leitfaden für den Verwaltungsbeirat

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