Rechte und Pflichten

Rechte und Pflichten der Verwaltung

 

Die Rechte und Pflichten des Verwalters ergeben sich zum einen aus dem Gesetz, aber auch aus dem zu schließenden Verwaltervertrag. Hier sind neben der Frage der Vergütung des Verwalters auch weitere wichtige Regelungen zu treffen.

 

Eigentümerversammlung einberufen
Zu seinen Aufgaben gehört es, mindestens einmal im Jahr eine Eigentümerversammlung einzuberufen. Hierzu hat er alle Wohnungseigentümer schriftlich unter Angabe der Tagesordnungspunkte einzuladen. In der Regel leitet der Verwalter die Wohnungseigentümerversammlung und regelt so deren Ablauf.

 

Beschluss-Sammlung führen
Der Verwalter muss eine Beschluss-Sammlung (ausführliche Informationen hier) führen, in der die Beschlüsse der Eigentümerversammlung mit ihrem Wortlaut, dem Ort und dem Datum der Beschlussfassung einzutragen sind, ebenso gerichtliche Entscheidungen über einzelne Beschlüsse mit ihrer Urteilsformel.

 

Beschlüsse der Wohnungseigentümer umsetzen
Selbstverständlich gehört es zu den Pflichten des Verwalters, die Beschlüsse der Wohnungseigentümer durchzuführen und auch für die Einhaltung der Hausordnung zu sorgen. Er muss bei Störungen und Unregelmäßigkeiten informiert werden.

 

Verträge mit Dritten
Im Verwaltervertrag ist zum Beispiel festzulegen, ob und wann der Verwalter berechtigt ist, im Namen der Wohnungseigentümer Verträge mit Handwerkern oder Versicherungen abzuschließen, und in welchen Fällen er zunächst die Zustimmung der Eigentümerversammlung einholen muss. Nur in dringenden Fällen ist der Verwalter - ohne Beschluss - gesetzlich ermächtigt, für die Eigentümergemeinschaft  Verträge einzugehen. Zu denken ist dabei an eilige Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten, die so schnell erledigt werden müssen, dass eine vorherige Zustimmung der Eigentümerversammlung nicht mehr eingeholt werden kann.

 

Aufstellung des Wirtschaftsplans
Des weiteren ist er für die Finanzen der Wohnungseigentümergemeinschaft verantwortlich. Er muss jedes Jahr einen Wirtschaftsplan aufstellen, in dem die voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben aufzuführen sind. Für die Rechnungsstellung und Einziehung des Hausgeldes der einzelnen Wohnungseigentümer ist ebenfalls der Verwalter zuständig. Er zieht diese Beiträge ein und zahlt davon die im Wirtschaftsplan ausgewiesenen Kosten für den gemeinsamen Strom-, Wasser- und Heizölverbrauch, Versicherungsprämien und den Hausmeisterlohn.

 

Erstellung der Jahresabrechnung
Der Verwalter ist verpflichtet, das ihm anvertrauten Gelder gesondert von seinem privaten Vermögen gewinnbringend anzulegen. Einmal im Jahr muss er den Wohnungseigentümern einen Überblick über die tatsächliche Finanzsituation der Gemeinschaft geben. Diese Jahresabrechnung ist auch die Grundlage für eine mögliche Entlastung des Verwalters durch die Eigentümerversammlung. Die Entlastung wird durch einen Mehrheitsentschluss der Eigentümerversammlung herbeigeführt. Hierdurch verzichtet die Eigentümergemeinschaft auf bestehende Schadensersatzansprüche gegenüber dem Verwalter. Dieser Beschluss ist also keine bloße Formalie, sondern ein echter Rechtsverzicht der Eigentümergemeinschaft, der gut überlegt sein sollte. Eine Pflicht zur Entlastung des Verwalters besteht nicht. Ebenso wenig hat der Verwalter einen Anspruch hierauf.

Eigentumswohnungen - Wohnungseigentümer vernetzen sich

Weitere Informationen

 

Ratgeber

 

Ratgeber über die Bestellung, Entlastung, Abberufung und Kündigung des Verwalters, Stimmrechtsvollmachten und WEG-Kontenführung

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wenn es Streit gibt ..."
Ratgeber über über die Bestellung, Entlastung, Abberufung und Kündigung des Verwalters

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"Die Prüfung der Jahresabrechnung"
Ein Leitfaden für den Verwaltungsbeirat

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