Geschossdeckendämmung

Die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke

 

Die oberste Geschossdecke in Bestandsbauten muss seit 2012 gedämmt sein. Die Realität sieht oft anders aus, dank vieler Ausnahmeregelungen im Gesetz. Auch die novellierte EnEV 2014, die ab 1. Mai 2014 in Kraft tritt, kennt weiterhin Ausnahmen.

Seit Ende 2011 macht die Energieeinsparverordnung (EnEV) die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke auch für bestehende Gebäude zur Pflicht. Die Vorschrift enthielt jedoch eine Reihe von Ausnahmeregelungen und Übergangsfristverlängerungen. Darauf beriefen sich Hauseigentümer die bezweifelten, ob sich diese Investition lohnt, und einzelne Parteien in Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), die damit erfolgreich den Einbau der Wärmedämmung verhinderten. Das Ergebnis: Bis heute sind sehr viele oberste Geschossdecken nicht wärmegedämmt.

Nach der EnEV 2014 darf die oberste Geschossdecke den Wärmedurchgangswert (U-Wert) von 0,24 W/(m2 K) nicht übersteigen. Das entspricht einer Dämmschicht von ca. 14 bis 18 Zentimetern. § 10 "Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden" nennt lediglich folgende Ausnahmen, die der Nachrüstungsverpflichtung entgegenstehen können:

  1. Die oberste Geschossdecke zum unbeheizten Heizraum erfüllt bereits die Anforderungen an den Mindeswärmeschutz nach DIN 4108-2 2013-02.
  2. Das Dach über der obersten Geschossdecke erfüllt bereits die Anforderungen wie unter 1. genannt.

Wenn beides nicht zutrifft, muss die nachgerüstete Dämmung bis Ende 2015 realisiert sein.

Doch Dämmung lohnt sich in jedem Fall – nicht nur fürs Klima. Warum, das zeigt Diplom-Ingenieur Jan Habermann, Vorstandsmitglied bei wohnen im eigentum.  Warum die Investition sich lohnt, lesen Sie in seinem Artikel "Die Wärmedämmung der obersten Geschossdecke" [ PDF | 106 KB ].