Zahlen zum Wohnungseigentum

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im November 2025 um 3,2 Prozent gegenüber November 2024 gestiegen.
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Wohnen, Vermieten, Heizen – Daten rund um Eigentumswohnung und Haus

Aktuelle Daten zum Thema Wohn- und Wohnungseigentum in Deutschland: Wohnen im Eigentum bietet hier einen Überblick über die wichtigsten Zahlen aus offiziellen Quellen wie dem Zensus und dem Gebäudereport der Deutsche Energieagentur (dena). 

Wie wohnt Deutschland? Zuwachs bei Einfamilienhäusern

Insgesamt gibt es in Deutschland 19.719.256 Wohngebäude (Stand 2024). Davon sind 

  • 68 Prozent Einfamilienhäuser 
  • 14 Prozent Zweifamilienhäuser 
  • 18 Prozent Mehrfamilienhäuser

Zwischen 1995 und 2024 wuchs die Zahl der Einfamilienhäuser von rund 9,7 Millionen auf 13,5 Millionen an. Die Zahl der Mehrfamilienhäuser stieg im gleichen Zeitraum von 2,8 Millionen auf 3,5 Millionen. 

Über die Hälfte der Wohneinheiten (55 Prozent) befinden sich in Mehrfamilienhäusern, wobei Mehrfamilienhäuser nur 18 Prozent aller Wohngebäude ausmachen.

Wie viel Platz hat jede Person? Wohnfläche nimmt zu

Die Gesamtwohnfläche nahm zwischen 1995 bis 2024 kontinuierlich zu. Im Einfamilienhaussegment nahm die Wohnfläche in diesem Zeitraum um 61 Prozent zu. 

Damit liegt die Wohnfläche pro Person derzeit (Stand 2024) durchschnittlich bei 49,2 Quadratmetern, im Jahr 1990 lag sie bei 34,8 Quadratemetern. 

Kaufen oder mieten? Niedrige Eigentumsquote in Deutschland

Laut Angaben des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat: "Housing in Europe – 2024 edition") leben lediglich 47,2 Prozent der Deutschen in ihrem Eigentum. Deutschland ist damit unter den EU-Ländern Schlusslicht und noch immer absolutes Mieterland.

EU-weit leben über zwei Drittel der Menschen im Eigenheim. Im Jahr 2024 waren 68,4 Prozent der EU-Bevölkerung Eigentümer:innen, während die restlichen 31,6 Prozent in Mietwohnungen lebten. Die EU-Länder mit den meisten Eigentümer:innen sind Rumänien (94,3 Prozent), die Slowakei (93,1 Prozent) und Ungarn (91,6 Prozent). 

Laut Angaben des Zensus 2022 ist die Höhe der Wohneigentumsquoten in Deutschland regional sehr unterschiedlich. Die Quoten streuen zwischen unter 16 Prozent in manchen Großstädten wie beispielsweise Leipzig, Rostock und Berlin und über 70 Prozent in Landkreisen wie der Südwestpfalz, Kusel, St. Wendel oder Freyung-Grafenau. Da in den Städten in der Regel die Gebäudeart Mehrfamilienhäuser dominiert, werden die Wohnungen dort mehrheitlich als Mietwohnungen genutzt. Die Wohneigentumsquoten liegen hier meistens unter 30 Prozent.

Mit abnehmender Siedlungsdichte nehmen die Eigenheimanteile spürbar zu. Selbstgenutztes Wohneigentum hat insbesondere in ländlichen Räumen eine hohe Verbreitung. Die Siedlungsstruktur mit den jeweils dominierenden Gebäudearten ist somit prägend für die Eigentumsquoten. Bundesweit liegt die Eigentumsquote in Ein- und Zweifamilienhäusern laut Zensus 2022 bei 78 Prozent, in Mehrfamilienhäusern bei 16 Prozent.

Rendite ade? Welche Rolle private Kleinvermiter:innen in Deutschland spielen

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat 2025 ausgerechnet, dass hierzulande mehr als 16 Millionen Wohnungen Kleinvermieter:innen gehören, was 64,4 Prozent des Mietwohnungsbestands entspricht. Grundlage ihrer Analyse bildeten die Daten aus dem Zensus 2022dem Zensus 2011 sowie dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP).

Private Vermieter:innen in Deutschland sind eine gesellschaftlich sehr relevante Gruppe: 5,5 Millionen Haushalte, und damit 12 Prozent aller Haushalte, erzielen Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung. Gerade im letzten Jahrzehnt ist diese Gruppe deutlich gewachsen. 

Dennoch ist die Rendite aus Vermietung bei privaten Vermieter:innen im Schnitt überschaubar, wie die Erhebung des IW zeigt. 60 Prozent erzielen jährliche Nettomieteinnahmen von unter 7500 Euro, etwa die Hälfte der privaten Kleinvermieter:innen erzielt jährliche Nettomieteinnahmen unterhalb von 5000 Euro. 9 Prozent machen sogar Verlust – dort liegen die Ausgaben offenbar über den Mieteinnahmen. Fazit: Vermietung ist in der Regel kein hochrentables Geschäft, sondern eher zusätzliche Einkommensquelle, oft als Altersvorsorge oder Vermögensaufbau angelegt.

Ist Eigentum noch bezahlbar? Weiter steigende Preise für Häuser und Wohnungen

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland sind im November 2025 um 3,2 Prozent gegenüber November 2024 gestiegen. Zwischen 2015 und 2024 stiegen die Preise für Neubauten um insgesamt 46 Prozent, die Preise für Bestandsgebäude stiegen um 48 Prozent an.

Dass sich die Baukosten jenseits der inflationsbedingten Kostensteigerungen erhöht haben, zeigt der sogenannte Baupreisindex für Wohngebäude. Er weist die Entwicklung der Preise für individuell geplante Ein- und Mehrfamilienhäuser nach. Hierbei wird jedoch nur das Bauwerk einbezogen. Der Index zeigt, dass sich die Preise für Wohngebäude im Zeitraum 2010 bis 2022 um 64 Prozent erhöht haben. Zum Vergleich: Die Inflationsrate stieg im gleichen Zeitraum nur um 25 Prozent.

Selbst nutzen oder vermieten? Eigentumswohnungen im Fokus

Laut Berechnungen der Deutschen Energie Agentur (dena) auf Grundlage des Zensus 2024a werden rund 45 Prozent des Wohnungsbestandes, der im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft organisiert ist, von den Eigentümer:innen selbst genutzt. 51 Prozent sind vermietet. Der verbleibende Anteil wird als Ferien- oder Freizeitwohnung (1,1 Prozent) genutzt oder steht leer (3,2 Prozent).

Wie viele Eigentumswohnungen gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es laut Zensus (2024a; dena) 9.277.939 Eigentumswohnungen im Sinne einer Teilung nach Wohnungseigentumsgesetz, die also im Rahmen einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) organisiert sind. Das entspricht rund 21,5 Prozent aller Wohnungen. 

Insgesamt wurden beim Zensus 43.106.589 „Wohnungen“ in Deutschland gezählt. Der Begriff „Wohnung“ umfasst im Rahmen des Zensus aber sowohl die klassische „Etagen-Wohnung“ im Mehrfamilienhaus – entweder als Eigentumswohnung innerhalb einer WEG oder als Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, das im Alleineigentum einer Person/Bruchteilsgemeinschaft steht – als auch eine abgeschlossene Wohneinheit im Einfamilienhaus. 

Wichtig: Die Quote der Eigentumswohnungen sagt noch nichts darüber aus, ob die Wohnung auch von der Eigentümer:in selbst bewohnt wird oder vermietet ist.

Zusammen ist man weniger allein? Wohnungseigentümergemeinschaften von Nord bis Süd

Die Anzahl der Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) wird im Rahmen des Zensus nicht erfasst – sondern nur, wie viele Eigentumswohnungen es gibt (siehe oben) sowie die Zahl der Wohngebäude in der Eigentumsform WEG: Demnach sind 8,9 Prozent aller Wohngebäude als WEG organisiert (1.771.291). 

Da auch mehrere Gebäude zusammen eine WEG bilden können, gibt es lediglich Schätzungen, wie hoch die Gesamtzahl der WEGs in Deutschland ist. Die Bundesregierung geht von 427 000 Wohnungseigentümergemeinschaften mit durchschnittlich 22 Einheiten aus (Stand 2020 - Drucksache 20/9890, Seite 13). Branchenverbände gehen allerdings von höheren Zahlen aus.

Die Deutsche Energieagentur (dena) weist den Anteil an Wohnungseigentümergemeinschaften am gesamten Wohnungsbestand aus. Den größten Anteil an WEGs in Deutschland haben demnach Baden-Württemberg (35,4 Prozent), Bayern (25,6 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (22,5 Prozent). Brandenburg hat mit 7,2 Prozent den geringsten Anteil an Wohnungseigentümergemeinschaften (Grundlage: Zensus 2024a).

Wie heizt Deutschland? Rund drei Viertel aller Heizungen laufen mit Gas und Öl

Mehr als jeder zweite Haushalt in Deutschland wird mit Gasheizung beheizt, Biomethan und Flüssiggas eingeschlossen (56,1 Prozent). Heizöl macht 17,3 Prozent, Fernwärme 15,5 Prozent aus. Wärmepumpen und solar- sowie geothermische Anlagen erreichen 4,3 Prozent. 4,1 Prozent setzen auf Holz als Energieträger, 2,5 Prozent heizen mit Strom.

Sanierungsbedarf? Großteil der WEG-Gebäude ist älter als 48 Jahre

Der größte Teil des WEG-Gebäudebestands (rund 60 Prozent) stammt laut dena aus den Baujahren 1949 bis 1978. Gebäude vor 1949 machen zusammen knapp 21 Prozent der Wohneinheiten aus. 

Die Sanierungsquote ist im Jahr 2025 gebäudeübergreifend allerdings auf 0,67 Prozent abgesunken – ein neuer Tiefpunkt für die rund 19,5 Millionen Wohngebäude. Bei Wohnungseigentümergemeinschaften liegt die Quote schätzungsweise noch einmal niedriger, vermutlich bei ca. 0,2 Prozent. Eine WiE-Umfrage ergab zudem: Nur ca. 0,9Prozent aller Förderzusagen in 2022 für Sanierungsmaßnahmen (KfW‑Zuschüsse etc.) gingen an WEGs – obwohl Eigentumswohnungen etwa ein Viertel aller Wohnungen ausmachen.

Nach Angaben des Sirius Campus (Dezember 2025) scheint die Sanierungsbereitschaft allerdings zumindest unter Wohnungseigentümer:innen wieder zuzunehmen: Mit rund 1,2 der 5 Mio. Wohnungseigentümer:innen hat rund jede vierte Wohneigentümer:in mindestens ein Sanierungsvorhaben im Blick (24 Prozent), 2024 war es nur rund jede fünfte Wohnungseigentümer:in (21 Prozent). Bei den Hauseigentümer:innen sank die Zahl derjenigen, die Sanierungen geplant haben, von 29 Prozent im Jahr 2024 auf aktuell 27 Prozent.

Sanierungsbedarf besteht bei Wohngebäuden zum einen, um Klimaschutzziele zu erreichen, allerdings auch, um den wirtschaftlichen Wert der Immobilie zu erhalten oder zu steigern und um Energiekosten dauerhaft zu senken.

Wie viele Wohnungseigentümergemeinschaften haben eine gewerbliche Verwaltung?

90 Prozent der WEGs sind gewerblich verwaltet, 10 Prozent der WEGs sind selbstverwaltet (Grundannahmen der Bundesregierung, Stand 2020). Der Anteil selbstverwalteter WEGs könnte angesichts des sich verschärfenden Fachkräftemangels, insbesondere in der Verwaltungsbranche, allerdings weiterwachsen.

Eigentumsquoten EU-Länder (2024)
Deutschland ist im eurpäischen Vergleich noch immer ein Mieterland.

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