Nachträglicher Fahrstuhleinbau in WEGs - ein kompliziertes Unterfangen!

Deutschland altert: 2030 wird Prognosen zufolge fast jeder/r Dritte 65 oder älter sein. Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in ihrem eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung bleiben. Um diesen Wunsch zu verwirklichen, müssen Barrieren beseitigt werden. Doch für Wohnungseigentümergemeinschaften ist es schwierig, einen Aufzug nachträglich einbauen zu lassen - denn in der Regel ist hier das Gemeinschaftseigentum betroffen und das Wohnungseigentumsgesetz in seiner jetzigen Form regelt den nachträglichen Fahrstuhleinbau nur unzureichend. Die Rechtsprechung zeigt, dass bei widerstreitenden Interessen in der WEG ein nachträglicher Aufzugeinbau praktisch kaum durchsetzbar ist.

Wohnen  im Eigentum (WiE) setzt sich deshalb dafür ein, dass Modernisierungsmaßnahmen in Wohnungseigentümergemeinschaften künftig einfacher umgesetzt werden können. Der Verbraucherschutzverband fordert im Rahmen der anstehenden Reform des Wohnungseigentumsgesetzes unter anderem einen Duldungsanspruch für bauliche Maßnahmen, die eine barrierefreie Nutzung des Gemeinschaftseigentums ermöglichen.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in den folgenden Texten:

Interview mit Wohnungseigentümer Harald Neumann, der einen Fahrstuhleinbau in seiner WEG initiiert hat, aber vor Gericht gescheitert ist

Urteil des Landgerichts Hamburg: Beschluss kann kein Sondernutzungsrecht begründen

Forderungen von Wohnen im Eigentum in Bezug auf Modernisierungen (Reform des Wohnungseigentumsgesetzes)

Übersicht der Fördermittel für den barrierereduzierenden Umbau

    

Weitere Informationen

 

WiE-Ratgeber
"Modernisierungs-Knigge für Wohnungseigentümer"

WiE-Leitfaden "Wie viele müssen zustimmen?
Das Baumaßnahmen-ABC" 

Download als kostenfreie PDFs: Zum Werkzeugkasten Gebäudesanierung für WEGs" geht es hier.