Energiesparberatung für Haus- und Wohnungseigentümer

So finden Sie den richtigen Energieberater

 

Schon für fünf Euro gibt es bei den Verbraucherzentralen 30 Minuten Energieberatung mit Tipps, wie sich hohe Heiz- oder Stromkosten drücken lassen. Einen kompletten Energiesanierungsplan bietet die vom Bund geförderte „Vor-Ort-Beratung“, das allerdings kostet einige hundert Euro.

"Meine Heizkosten sind zu hoch" - das ist der klassische Satz, mit dem Verbraucher in die Beratung der Verbraucherzentrale kommen. Der Berater nimmt sich dann die Heiz- oder Stromabrechnung vor und sucht nach Energielöchern. Fast immer wird er fündig. Beispielsweise wenn der Warmwasserverbrauch für die Personanzahl zu hoch ist, fragt er nach den Gewohnheiten und gibt Tipps, wie sich der Verbrauch drosseln lässt:  Wenn etwa in der Küche eine Einhebelmischbatterie nicht mehr immer in der Mitte steht, sondern rechts auf ‚kalt‘, dann springt nicht mehr bei jedem Wasserzapfen der Warmwasserzähler an.

Auch den Stromverbrauch kann der Berater helfen zu bremsen. So verleihen die Verbraucherzentralen  kostenlos ein spezielles Messgerät. Damit kann jeder bei sich zu Hause beobachten, was beispielsweise der Betrieb seines altes Kühlschrankes oder seines neuen Flachbildschirm-Fernsehers kostet. Aber es sind keineswegs nur alltägliche Tipps zum Warmwasser- oder Stromverbrauch, die Mieter, Bauwillige und Sanierer in den bundesweit insgesamt über 600 Beratungsstellen der Verbraucherzentralen hören können. Gerade wenn Eigenheimbesitzer in die Sprechstunde kommen, geht es häufig um komplexe technische Fragen. Zum Beispiel den Wärmeschutz: Welche Dämmstoffe sind empfehlenswert, wie dick muss die Dämmung sein, wie lässt sich Schimmel vermeiden? Oder das richtige Heizsystem. Statt der klassischen Ölheizung preisen Haushersteller und Installateure immer häufiger Solaranlagen, Wärmepumpen und Pelletkessel an. Doch bei der Frage, welcher Energieträger die beste Wahl ist und ob sich die teure Anschaffung überhaupt lohnt, ist Otto-Normal- Hausbesitzer meist überfordert.

Die Enrgieberater der Verbraucherzentralen raten zwar nicht zu einem bestimmen System oder Hersteller –  sie zeigen aber die Vor- und Nachteile und sagen, welche Konsequenzen die Entscheidung hat. Falls gewollt, hilft der Energieberater sogar bei der Auswahl der Angebote. Dank eines Zuschusses des Bundeswirtschaftsministeriums kostet die halbe Info-Stunde gerade einmal 5 Euro, kommt der Berater ins Haus, kostet dieses so genannte Fallmanagement 45 Euro.
 

Die vom Bund (BAFA) geförderte Vor-Ort-Beratung ist ausführlicher

Ab 1. März 2015 gibt es attraktivere Zuschüsse für Vor-Ort-Beratungen:

  • Zuschuss in Höhe von 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten; max. 800 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und max. 1.100 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten.
  • Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der förderfähigen Beratungskosten für zusätzliche Erläuterung des Energieberatungsberichts in Wohnungseigentümerversammlung oder Beiratssitzung; max. 500 Euro.

Der Kunde einer Vor-Ort-Beratung hat nach der neuen Richtlinie außerdem eine Wahlmöglichkeit mit Blick auf den Inhalt des Energieberatungsberichts. Er kann wählen zwischen der Erstellung eines energetischen Sanierungskonzepts für

  • eine Sanierung des Wohngebäudes (zeitlich zusammenhängend) zum KfW-Effizienzhaus (Komplettsanierung) oder
  • eine umfassende energetische Sanierung in Schritten mit aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen (Sanierungsfahrplan).

Eine Gegenüberstellung der wichtigsten Änderungen der Richtlinie 2012 und 2014 finden Sie hier.

Wenn Sie als Wohnungseigentümer spezielle Fragen zur Vor-Ort-Beratung (BAFA) haben, können Sie diese an jedem ersten Mittwoch im Monat in der kostenlosen Telefonberatung stellen. Dieses Angebot steht nur Mitgliedern offen.

 

Terminvereinbarung

Einen Termin für die Energieberatung der Verbraucherzentralen können Sie unter der bundesweiten Telefonnummer 09001-363 74 43 vereinbaren. Eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Den Zuschuss zur Vor-Ort-Beratung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt der Energieberater. Antragsberechtigte Berater finden Sie hier. Förderfähig sind ab dem 1.3.2015 Beratungen für Wohngebäude, für die Bauantrag bzw. Bauanzeige bis zum 31.1.2002 gestellt wurde. Bis zum 1.3.2015 gilt: Geld gibt es nur für Beratungen in Häusern, für die vor 1995 Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde.

Tipp: Die Bafa-Liste nennt nur Name und Adresse des Beraters, nicht aber dessen Beruf oder mögliche Spezialgebiete. Fragen Sie deshalb möglichst nach den Referenzen des Beraters, bevor Sie einen Termin vereinbaren.

Foto Modernisierung Sanierung Wohnungseigentümergemeinschaft

Weitere Informationen:

 

Schimmelbekämpfung - Leitfäden, Richtlinien und Normen
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Geschossdeckendämmung - Neue Verordnungen 2014
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