Droht Änderung des Wohnungseigentumsgesetzes zulasten bildungsbenachteiligter und älterer Eigentümer?

08.08.2022. Das Bundesministerium der Justiz plant eine zentrale Änderung im Wohnungseigentumsgesetz (WEGesetz), dem Gesetz, das gerade erst vor zwei Jahren grundlegend reformiert wurde. Möglich gemacht werden sollen Eigentümerversammlungen als reine Online-Versammlung ohne Möglichkeit der Teilnahme in Präsenz. Begründungen dafür bleiben vage. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum sieht den Effekt und Nutzen dieser Änderung für WEGs sehr kritisch bis gleich „null“ und warnt vor zukünftigen Streitigkeiten und Ausgrenzungen in den Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs). 

Sofortmaßnahmenpaket Erneuerbare Energien unvollständig – Wohnungseigentümer fehlen

07.07.2022 Die Anliegen der Eigentümer von ca. 10 Mio. Eigentumswohnungen werden mit dem Gesetzespaket zur Stromwende - hin zu erneuerbaren Energien - nicht „mitgenommen“, stellt Wohnen im Eigentum nach der Bundestagsdebatte und Verabschiedung des „Osterpaketes“ fest. Unklar ist außerdem, ob, wie und wann ihre Bedürfnisse bei der Energiewende berücksichtigt werden. WIE fordert deshalb eine neue Gesetzesinitiative zur Vereinfachung der Eigenstromversorgung im Wohnungseigentum, spezielle KfW-Förderprogramme und Beratungsangebote für WEGs.

 

Energiewende für WEGs – Probleme werden gesehen, Lösung weiterhin offen

07.06.2022. WiE hat an einer Gesprächsrunde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zu Verbesserungen und Vereinfachungen beim Thema Mieterstromförderung im Erneuerbare-Energien-Gesetz teilgenommen. Die Probleme von WEGs wurden von den Teilnehmenden zwar erkannt, die Lösung ist aber weiterhin offen. Mehr dazu 

Umfrage belegt: 50% der Wohnungseigentümer unzufrieden mit der Jahresabrechnung ihrer Eigentümergemeinschaft

30.05.2022. In einer Online-Umfrage belegen die Antworten von 1.630 Teilnehmern aus 1.540 WEGs mit mindestens 68.000 Wohnungen: bei den Jahresabrechnungen der Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) besteht dringender Reformbedarf. Nur für etwa 50 % der Befragten sind die Jahresabrechnungen verständlich und nachvollziehbar, nur 51 % sehen sich in der Lage, die Abrechnungen insgesamt rechnerisch zu überprüfen. Konkrete Defizite und Schwachstellen werden identifiziert und Verbesserungsvorschläge aufgeführt: Mehr dazu

Eine Demonstration der Macht der Stärkeren?

24.05.2022. WiE setzt sich für eine DIN-Norm zur Standardisierung der Jahresabrechnung für Wohnungseigentümer ein. Hierfür muss ein DIN-Normungsausschuss gebildet werden. Das will die Mehrheit der wohnungswirtschaftlichen Verbände in Berlin verhindern, wie Gabriele Heinrich, Vorständin von WiE, in ihrem Erlebnisbericht schildert. "Es ist ein Beispiel dafür, Wohnungseigentümer*innen Instrumente vorzuenthalten, mit denen Transparenz geschaffen werden soll und mit denen sie als Verbraucher*innen die komplizierte und sie oft überfordernde WEG-Verwaltung leichter durchblicken und wahrnehmen können."

EEG-Reform: „Osterpaket“ lässt Wohnungseigentümer außen vor!

11.5.2022 Sollen die Eigentümer von ca. 10 Mio. Eigentumswohnungen bei der „Strom“wende hin zu erneuerbaren Energien nicht „außen vor“ bleiben, müssen die derzeit für WEGs geltenden gesetzlichen Grundlagen im Zuge der Reform des Erneuerbaren Energiegesetz unbedingt ergänzt werden. Doch trotz der der Stellungnahme von WiE sind im Gesetzentwurf der Bundesregierung, der morgen in erster Lesung im Bundestag beraten wird, bisher keine Sonderregelungen für WEGs vorgesehen. WiE fordert: WEGs müssen als Eigenversorger im EEG klar definiert werden und eine Abnahmepflicht für alle Bewohner muss eingeführt werden. 

Neues von der Energiepolitik – Aktueller Stand zur Energiewende

10.05.2022. Wärmepumpenoffensive, BEG-Reform, Bestandssanierung, 65-Prozent-Erneuerbare-Energien-Anforderung ab 2024 an jede neu eingebaute Heizungsanlage – das sind nur einige Themen, die derzeit für Wohnungseigentümer*innen relevant sind. Wir setzen uns für die politischen Interessen der Wohnungseigentümer ein und bringen Sie auf den neuesten Stand unserer Arbeit.

KfW-Zuschussprogramm „Altersgerecht umbauen“: Verbände fordern Fortführung

04.04.2022. Im aktuellen Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2022 finden sich keine Mittel mehr zur KfW-Zuschussförderung des altersgerechten Umbaus von Wohnhäusern und Wohnungen. Ein breites Verbändebündnis aus Eigentümern, Seniorenorganisationen, Sanitärwirtschaft und Wohnberatung appelliert an die Politik, das KfW-Zuschussprogramm „Altersgerecht umbauen“ 455-B fortzuführen.

EEG-Reform: Nicht ohne die Wohnungseigentümer!

18.03.2022. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) fordert in einer Stellungnahme, dass WEGs als Eigenversorger eingestuft werden, wenn der Solarstrom zur Wohnungsversorgung genutzt wird, und eine Abnahmepflicht für alle Bewohner eingeführt wird. Derzeit werden WEGs in den meisten Fällen den Stromversorgungsunternehmen gleichgestellt. Diese Behandlung als Unternehmen überfordert viele WEGs und schreckt sie ab, sich mit der Solarstromproduktion näher zu befassen.

WiE fordert Förderprogramm(e) speziell für Wohnungseigentümer

27.01.2022. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) sieht eine der Ursachen für die vergleichsweise geringe Sanierungsquote in Wohnungseigentümergemeinschaften in der strukturellen Benachteiligung der Wohnungseigentümer bei der Vergabe von Fördermitteln. Aus diesem Grund fordert WiE das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf, die Wohnungseigentümer bei der Neuordnung der Förderprogramme für energetische Gebäudesanierung, Wallboxen und Photovoltaikanlagen nicht (wieder) zu vergessen.