Politische Aktivitäten

Private Vermieter:innen als Rückgrat des Mietwohnungsmarktes zunehmend unter Druck

03.09.2026. Private Kleinvermieter:innen prägen den deutschen Mietwohnungsmarkt: 64,4 Prozent des Mietwohnungsbestands werden von Privatpersonen vermietet. Gleichzeitig stehen mit der geplanten Mietrechtsnovelle weitere gesetzliche Vorgaben zur Diskussion, die auch private Vermietende finanziell und administrativ belasten können. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) fordert deshalb, bei neuen Regelungen die Interessen von Mieter:innen und privaten Vermieter:innen gleichermaßen im Blick zu behalten.

Gebäudemodernisierungsgesetz im Bundestag beschlossen

10.07.2026. Nach Scheitern der Organklage der Bundestagsfraktion Die Linke wurde im Plenum des Bundestages heute über das Gesetzespaket zum Gebäudemodernisierungsgesetz abgestimmt. Das Gesetzespaket erhielt die erforderlichen Mehrheiten.

Weiterbildung für Verwalter:innen bleibt Pflicht – aber ohne Kontrolle

12.06.2026. Wohnimmobilienverwalter:innen haben auch weiterhin die Pflicht, sich fortzubilden. Prüfungen der Weiterbildungsnachweise durch die Behörden entfallen allerdings. Der Deutsche Bundestag hat gestern das Gesetz zum Bürokratieabbau, das ursprünglich die Abschaffung der Weiterbildungspflicht für Verwalter:innen und Makler:innen vorsah, in geänderter Form beschlossen. Wohnen im Eigentum hatte sich gemeinsam mit zahlreichen Verbänden für den Erhalt der Weiterbildungspflicht eingesetzt.

Kontroverse Debatte im Bundestag über "Heizungsgesetz"

11.06.2026. Die erste Debatte im Bundestag über das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, auch als „Heizungsgesetz“ bekannt, verlief kontrovers. Jetzt beschäftigt sich der federführende Ausschuss für Wirtschaft und Energie mit dem Entwurf. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden. Der Gesetzentwurf soll Eigentümer:innen wieder mehr Wahlfreiheit bei der Heizungsmodernisierung ermöglichen. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum hatte sich mit dem Vorhaben bereits kritisch auseinandergesetzt.

„Schrottimmobilien“ – kommunales Vorkaufsrecht für Eigentumswohnungen geplant

01.06.2026. In vielen deutschen Städten stehen Immobilien leer oder verwahrlosen, auch in Wohnungseigentümergemeinschaften. Oft sind mehrere Eigentümer:innen beteiligt, die schwer erreichbar oder wirtschaftlich nicht leistungsfähig sind. Das erschwert Sanierungen und ordnungsrechtliche Maßnahmen erheblich. Die Bundesregierung will im Rahmen der geplanten Baugesetzbuch-Novelle den Umgang der Kommunen mit Schrottimmobilien vereinfachen.

Ist die geplante Änderung des Heizungsgesetzes verfassungswidrig?

28.05.2026. Der Bundestag hat die Frist, ab der Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, vorerst verschoben. Für Eigentümer:innen bedeutet das zwar kurzfristig Entlastung, echte Planungssicherheit gibt es jedoch weiterhin nicht. Denn das neue Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) steht bereits vor der ersten Lesung massiv in der Kritik. Jurist:innen halten den Entwurf sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit für verfassungswidrig.

Gebäudemodernisierungsgesetz: Technologieoffenheit mit Fragezeichen

12.05.2026. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat vor kurzem den Referentenentwurf zum Gebäudemodernisierungsgesetz vorgelegt. Der Verbraucherschutzverband Wohnen im Eigentum (WiE) begrüßt zwar die geplante Technologieoffenheit beim Heizungstausch, kritisiert in seiner Stellungnahme erhebliche Unsicherheiten für Eigentümer:innen mit Blick auf die praktische Umsetzbarkeit, die zukünftige Kostenentwicklung der geplanten Bio-Treppe sowie die hälftige Kostenteilung der Netzentgelte und Zusatzkosten des Biotreppenanteils zwischen den Mietvertragsparteien.

Gebäudemodernisierungsgesetz zwischen Klimaziel und Wirtschaftlichkeit: Eigentümer:innen geraten ins Hintertreffen

30.04.2026. Wohnen im Eigentum warnt davor, dass die geplanten Änderungen im Gebäudemodernisierungsrecht private Eigentümer:innen zunehmend unter Druck setzen und den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt weiter destabilisieren könnten. Während politisch von „Technologieoffenheit“ die Rede ist, entsteht in der Praxis ein wachsender Zwang zu kostspieligen Investitionen – zulasten derjenigen, die einen Großteil des Mietwohnungsangebots tragen. Insbesondere die von der Koalition vereinbarte Beteiligung an den Energiekosten beim Einbau fossiler Heizsysteme belastet vor allem private Kleinvermieter:innen überproportional.

Mietrechtsnovelle schränkt Handlungsspielräume privater Vermieter:innen weiter ein

30.04.2026. Private Vermieter:innen stehen angesichts steigender Energie- und Lebenshaltungskosten zunehmend unter wirtschaftlichem Druck. Mit dem Gesetzesentwurf zur Mietrechtsreform hat das Bundesjustizministerium die ursprünglichen Verschärfungen für Vermieter:innen teilweise abgemildert, was Wohnen im Eigentum (WiE) begrüßt. Dennoch befürchtet WiE zusätzliche Kosten und sinkende Renditen für Eigentümer:innen.