Mahnmale der Immobilienspekulation und Vernachlässigung

Im Rahmen der WEGesetz-Reform sind auch die Problem-WEGs zu behandeln. Hier handelt es sich um vernachlässigte, teils verwahrloste Wohnungseigentumsanlagen („Problem- und Schrott-Immobilien“) mit Leerständen oder in sozialen Brennpunkten. Sie gibt es inzwischen in vielen größeren Stadt. Sie sind trotzdem weitestgehend unbekannt und unbeachtet geblieben, es sei denn eine Kommune hat sicher ihrer angenommen.

WiE hat hier 9 Fallbeispiele zusammengetragen, um die Entwicklung von Wohnungseigentumsanlagen zu sogenannten Problem- oder sogar Schrott-Immobilien aufzuzeigen und daraus Gesetzmäßigkeiten, also Strukturprobleme zu ermitteln. Aus den Erkenntnissen werden dann erste Schritte für die Problemlösung – Auflösung oder Wieder-Inwertsetzung der Anlage – zu entwickeln.

 

Das Thema wird hier unter folgenden drei Fragestellungen behandelt:

  • Wie werden Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) zu WEGs mit Schrott-Immobilien? Sind dies Einzelfälle, Ausnahmen oder lassen sich Gesetzmäßigkeiten und Strukturprobleme erkennen, die im Rahmen der WEGesetz-Reform behandelt werden sollten?
  • Welche ersten Erkenntnisse können gewonnen werden? Welche Strukturprobleme sind erkennbar?
  • Welche gesetzlichen Regelungen können im Umgang mit Problem-WEGs und zur Verhinderung der Entwicklung hilfreich sein (allererste Ideen)?

Die Entwicklungsgeschichte einiger Problem-/Schrott-Immobilien

Als Problem- und Schrott-WEGs werden hier einzelne WEGs vorgestellt, deren Wohnanlagen sich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand befinden (oder befunden haben). Oft gibt es hohe Leerstände. Teilweise wurden die Anlagen inzwischen sogar zwangsgeräumt und müssen abgerissen werden.

In diesen WEGs hat sich eine komplexe, schwierige Eigentümer- und Bewohnerstruktur herausgebildet. Die Ursachen für die Entwicklung zur Problem-WEG liegen häufig schon in der Umwandlung einer unsanierten Wohnanlage zu einer WEG, in den Vermarktungs- und Renditestrategien der Immobiliengesellschaft (Investor), dem Wohnumfeld, der Größe und der Bauweise. Diese Gesamtsituation/Gemengelage trägt oder trug mit dazu bei, ob bzw. dass das Quartier sich zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt hat oder von der schwierigen Situation im Quartier beeinflusst wurde.

Lesen Sie "9 Fallbeispiele und erste vorbeugende gesetzliche Regelungen" (PDF zum Download)