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29.10.2020. Regelmäßiges und wirksames Lüften ist in Zeiten der Corona-Pandemie besonders wichtig, um das Übertragungsrisiko in geschlossenen Räumen zu reduzieren. Aber auch um eine Schimmelbildung zu vermeiden, sollten Sie richtig lüften und heizen. Lesen Sie hier die wichtigsten Tipps.

Optimal heizen

Heizen Sie Ihre Wohnung ausreichend! Das ist wichtig, denn kalte Raumluft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Die Temperatur sollte in keinem Raum unter 16 Grad sinken, um Schimmel zu vermeiden. „Deshalb sollten Sie die Heizung nur dann ganz herunterdrehen, wenn Sie über längere Zeit nicht zu Hause sind“, rät WiE-Berater und Diplom-Ingenieur Jan Habermann. Die Verbraucherzentrale informiert, dass jeder Raum seine optimale Temperatur habe und empfiehlt für das Wohnzimmer und die Küche 19 bis 21 Grad, für das Badezimmer 21 bis 24 Grad. Im Schlafzimmer reichen ca. 18 Grad aus.

Regelmäßig quer- oder stoßlüften

Richtigem und regelmäßigem Lüften kommt in Zeiten der Corona-Pandemie eine besondere Bedeutung zu, da sich das Coronavirus in geschlossenen Räumen über Aerosole (Mischungen von festen oder flüssigen Partikeln in der Luft) verbreitet. Mit einem Austausch der Raumluft gegen Außenluft lässt sich das Übertragungsrisiko reduzieren. Optimal hierfür ist die Querlüftung, bei der zwei gegenüberliegende Fenster ganz geöffnet werden. Bei diesem Querlüften wird die Luft in einem Raum am schnellsten ausgetauscht. Ist dies nicht möglich, sollte man zumindest stoßlüften – am besten an mehreren Fenstern in einem Raum. Das sogenannt Kipplüften ist hingegen nur wenig wirksam. Das Umweltbundesamt empfiehlt bei einer normalen Nutzung der Wohnung (ohne Besucher) mindestens morgens und abends eine Stoßlüftung von jeweils 5 bis 10 Minuten in der kalten Jahreszeit. Halten sich mehr Menschen als üblich in einem Raum auf, zum Beispiel bei einem Familienbesuch, sollten Sie am besten während der gesamten Besuchsdauer lüften. Achten Sie darauf, den Heizkörper stets ganz abzudrehen, solange Fenster geöffnet sind. Grundsätzlich ist es besonders wichtig, im Schlafzimmer am Morgen, in der Küche nach dem Kochen und im Bad nach dem Duschen oder Baden zu lüften.

Luftfeuchtigkeit messen

Mithilfe eines elektronischen Hygrometers können Sie die Feuchtigkeit in der Raumluft schnell und präzise messen. Dieses Gerät kostet nur wenig Geld und ist für Sie eine gute Hilfe, um zu erkennen können, wann Sie wieder lüften müssen. „Bei Werten über 60 Prozent sollten Sie schleunigst wieder lüften", empfiehlt Habermann. Optimal sei ein Wert zwischen 40 und 60 Prozent – höhere Werte sollten Sie vermeiden, da dann die Schimmelbildung begünstigt wird.

Weitere Informationen finden Sie u.a. bei den Verbraucherzentralen und beim Umweltbundesamt. Informationen zu Aerosolen in Innenräumen hat das Umweltbundesamt hier zusammengestellt.