08.06.2010

Bis September 2006 lag der Grunderwerbsteuersatz in ganz Deutschland einheitlich bei 3,5 Prozent.  Seit die Bundesländer die Höhe der Steuer selbst bestimmen dürfen, haben bereits drei Bundesländer den Steuersatz erhöht – weitere wollen nachziehen. Denn in Zeiten leerer Kassen sind zusätzliche Einnahmen begehrt. Für künftige Immobilienbesitzer wird der Traum von den eigenen vier Wänden teurer – und mitunter unerschwinglich.

In Berlin, Hamburg und Sachsen-Anhalt müssen Baukunden bereits jetzt 4,5 Prozent des Kaufpreises für Häuser, Wohnungen oder Grundstücke an die Finanzämter abführen. Brandenburg will die Steuer gar auf 5 Prozent anheben. Bei einer Wohnung im Wert von 150.000 schlägt die geplante Steuererhöhung mit 2.250 Euro zu Buche; bei einem Haus- oder Wohnungspreis von 250.000 Euro müssen künftig sogar 12.500 statt bisher 8750 Euro gezahlt werden – 3.750 Euro mehr als bisher.