08.02.2019. Wenn eine Frischwasserleitung kaputt geht, ist der Schaden oft groß und mehrere Wohnungen können betroffen sein. Diese Erfahrung musste Wohnungseigentümer Christoph W. machen. Er berichtet, wie der Schaden zustande kam und worauf Sie als Wohnungseigentümer/in achten sollten.

„Die Ursache des Wasserschadens in meiner Wohnung, die ich vermietet habe, war eine gebrochene Frischwasserkupferleitung in der Decke der Altbauwohnung, die über meiner liegt. Der Schaden entstand dort wahrscheinlich wegen mangelnder Dämmung bei kalter Witterung. Problematisch war, dass sich bereits sehr viel Wasser in der Zwischendecke (abgesenkte Decke) gesammelt hatte, bevor der Schaden erkannt worden ist.

Dadurch ist eine große Menge an Wasser ausgelaufen, weil das Wasser ja nicht abgestellt worden ist. .

In meiner Wohnung hat sich der Schaden im Wohnzimmer von der Decke über die Wände bis auf den Parkettfußboden ausgeweitet. Für diese Schäden kam die Wohngebäudeversicherung auf. Wären auch mobile Güter in der Wohnung betroffen gewesen (zum Beispiel ein Teppich), so hätte hierfür die Hausratversicherung  meines Mieters einspringen müssen.

Insgesamt belief sich der Schaden auf 50.000€, von denen etwa 6.000€ auf meine Wohnung entfielen. Die Kosten wurden von der Wohngebäudeversicherung, die unsere Wohnungseigentümergemeinschaft abgeschlossen hatte, übernommen. Leider sind in der Folge die Beiträge für diese Versicherung stark angestiegen.

Da ein Fachunternehmen für Brand- und Wassersanierung beauftragt worden ist, lief die Schadensbehebung sehr professionell ab.

Aus der eigenen Erfahrung kann ich drei Aspekte ableiten:

  • Mieter sollten immer eine Hausratversicherung abschließen, da sie auf Schäden an ihren mobilen Gütern sonst selbst sitzen bleiben.
     
  • Bewohner sollten genau Bescheid wissen, wo bei Bedarf die Frischwasserleitung abgedreht werden kann, um dies im Fall der Fälle schnell umsetzen zu können.
     
  • Eine professionelle Schadensbehebung spart am Ende Geld und Nerven. Daher sollte die Behebung nicht von einem Hausmeister oder einer unkundigen Billigfirma durchgeführt werden.“

Wohnen im Eigentum empfiehlt: Prüfen Sie regelmäßig Ihren Versicherungsschutz und den Ihrer WEG und passen Sie bei Bedarf die Versicherungen an.