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Geld für Solar und Co.

 

Wir haben im Folgenden die wichtigsten Informationen zu den staatlichen Fördermöglichkeiten von energetischen Sanierungsmaßnahmen sowie zur Alternative steuerliche Förderung zusammengestellt. Bitte lesen SIe auch die ergänzenden Hinweise ganz unten.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) EM: Einzelmaßnahmen an Wohngebäuden

Die Förderung von Einzelmaßnahmen an bestehenden Immobilien über einen Zuschuss ist durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möglich (Zuschuss-Förderung).

Beispiele für förderfähige energetische Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden sind:

  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle (z.B. Dämmung der Außenwände, Austausch von Fenstern und Außentüren, sommerlicher Wärmeschutz)
  • Anlagentechnik (außer Heizung)
  • Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)
  • Heizungsoptimierung und -erneuerung

Einzelmaßnahmen zur energetischen Sanierung werden auch über die KfW (Kredit) gefördert. Informationen hierzu

Zusätzlicher Bonus mit individuellem Sanierungsfahrplan

Wenn Sie eine vom Bund geförderte Gebäudeenergieberatung mit Ausstellung eines individuellen Sanierungsfahrplanes (iSFP) durchführen lassen, den iSFP bereits besitzen oder zwischen Ende 2017 und Ende 2020 eine Vor-Ort-Energieberatung durchführen haben lassen, erhalten Sie einen zusätzlichen Bonus bei der Umsetzung eines Sanierungsschritts (Quelle: das vom Umweltministerium Baden-Württemberg geförderte Informationsprogramm Zukunft Altbau).

Informieren Sie sich vorab über die Voraussetzungen. Unter anderem muss es sich um eine über mehrere Schritte gestreckte Sanierung des Gebäudes handeln (keine Komplettsanierung in einem Zug). Nähere Infos zum individuellen Sanierungsfahrplan

Förderung von Baubegleitung

Ebenfalls gefördert wird die Baubegleitung von Einzelmaßnahmen: Bis zu 2.500 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern, maximal 10.000 Euro bei Mehrfamilienhäusern. Der Zuschuss wird zusätzlich zu den Geldern der anderen Sanierungsmaßnahmen gewährt.

Baubegleitungen werden von Planner*innen – also beispielweise Architekt*innen, Bauingenieur*innen und Elektroingenieur*innen – und Handwerker*innen mit entsprechender Weiterbildung durchgeführt. Die akustische Fachplanung kann ebenfalls im Rahmen der Baubegleitung bezuschusst werden. Hierfür empfiehlt es sich, eine Akustiker*in zu Rate zu ziehen. Wichtig: Um eine Förderung zu erhalten, muss die entsprechende Person auf der Energie-Effizienz-Expertenliste stehen.

Bitte beachten Sie: Ausgaben für die energetische Gebäudesanierung, unter anderem für die Heizungserneuerung, können Sie alternativ steuerlich geltend machen (siehe unten).

 

Steuerliche Förderung:

Wenn Sie keine staatliche Förderung durch die BAFA in Anspruch nehmen, können Sie Ausgaben für die energetische Gebäudesanierung, unter anderem für die Heizungserneuerung, – wenn Ihre Immobilie älter als zehn Jahre ist – von 2020 bis 2029 beim Finanzamt geltend machen (§ 35c EstG). Über drei Jahre verteilt können Sie bis zu 20 Prozent der Aufwendungen von der Einkommenssteuerschuld abziehen, höchstens jedoch insgesamt 40.000 Euro.

Wichtig: Die steuerliche Förderung gilt nur für Maßnahmen an selbstgenutztem Wohneigentum.

Den Steuerabzug können Sie nur für eine neue Heizung erhalten, die auf Basis von erneuerbaren Energien arbeitet. Wenn Sie den Steuerbonus für eine neue Gasheizung bekommen möchten, muss diese mit erneuer­baren Energien kombiniert werden, informiert Stiftung Warentest. Ölheizungen sind nicht förderfähig, genauso wenig Luft-Luft-Wärmepumpen.

Damit Sie die Kosten für die energetische Sanierung steuerlich absetzen können, müssen die Sanierungsmaßnahmen bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Anforderungen können Sie nachlesen in der „Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung–ESanMV)".

Weitere Hinweise:

  • Lassen Sie sich am besten vor der Planung ausführlich von Experten zu Ihrem Sanierungsvorhaben beraten, z.B. bei den Verbraucherzentralen.
  • Informieren Sie sich beim BAFA bzw. der KfW ausführlich über die jeweiligen Fördervoraussetzungen.
  • Bitte beachten Sie: Bei einigen Maßnahmen müssen Sie bei der Antragstellung einen Energie-Effizienz-Experten (EEE) einbinden.
  • Anträge für Fördermittel müssen Sie stets vor Maßnahmenbeginn stellen.

 

Zuletzt aktualisiert am 23.02.2022