65 Jahre Wohnungseigentumsgesetz

Wohnen im Eigentum e.V. fordert Reform

2016 ist das Wohnungseigentumsgesetz (WEGesetz) 65 Jahre alt geworden. Es ist aber immer noch auf Strukturen im Wohnungseigentum zugeschnitten, die zunehmend eher die Ausnahme als die Regel sind, nämlich auf Gemeinschaften von überschaubarer Größe, in denen in großer Mehrheit Selbstnutzer wohnen, die sich fachkundig wie engagiert um die Organisation der WEG-Verwaltung kümmern. Wohnungseigentum ist heute ein Massenphänomen mit 9 Mio Wohnungen. Die Größen der Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) differieren stark zwischen 2 Wohnungen und knapp 2.000 Wohnungen. Zudem hat der „Umwandlungsmarkt“ zu erheblichen Veränderungen im Wohnungseigentum geführt, weil große, häufig unsanierte Mietwohnungsbestände im Rahmen der Einzelprivatisierung an Mieter und im gesamten Bundesgebiet verstreut wohnende Kleinanleger verkauft worden sind (u.a. gehören viele sog. „Schrottimmobilien“ dazu). Die Finanz- und Interessenlage der Eigentümer ist daher höchst unterschiedlich. Der Einzelne hat wenig Einfluss auf Erhaltung und Entwicklung seines Eigentums. Die Wohnung – egal ob selbstgenutzt oder vermietet – stellt aber weiterhin den größten Teil seines Vermögens und oft einen entscheidenden Baustein der privaten Altersvorsorge dar. Wohnungseigentum ist vielfach „kleines“ Immobilieneigentum.

Diesen Entwicklungen ist das Wohnungseigentumsgesetz (WEGesetz) nicht nachgekommen. Wohnen im Eigentum hat deshalb das Ziel, Konzepte für eine Anpassung des WEGesetzes an die heutigen Strukturen und Situationen zu entwickeln und für deren Realisierung zu arbeiten, um den Wohnungseigentümern bei der Verwaltung ihres Eigentums mehr Sicherheit, eine erleichterte Selbstbestimmung und mehr Transparenz zu bieten.
 

Aktuelle Positionen

 

WiE-Vorschläge zur Reform des Wohnungseigentumsgesetzes
[PDF - 297 KB]

 

Appell an die Bundestagsparteien
>> Verbraucherschutz für Wohnungseigentümer jetzt in die Wahlprogramme aufnehmen

 

Antrag von BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN vom 13.4.2016:
>> "Wohneigentumsrecht umfassend reformieren und modernisieren"

 

Der Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD für die 18. Wahlperiode enthält eine
>> Reihe von Punkten, die wichtig für Haus- und Wohnungseigentümer sind.

 


 

Weitere Materialen zum Thema

 

Unbekannt und unbeachtet - Wohnen im Eigentum e.V. hat 2011 mit einer kritischen Festschrift auf die Bedeutung, die Entwicklung und den Reformbedarf des Wohnungseigentums hingewiesen.

 

Eigentümer in den Fokus! - auf einer Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema "60 Jahre Wohnungseigentum" analysierten Wohnen im Eigentum e.V. sowie andere Verbände und Experten die Lage.

 

Antwort der Bundesregierung - vom 29.06.2011 auf eine kleine Anfrage von Bündnis90/Die Grünen zum Reformbedarf beim WEGesetz.

 

Stellungnahmen von Wohnungspolitikern auf eine Befragung von wohnen im eigentum zur Antwort der Bundesregierung 29.06.2011 und zu den Zukunftsaufgaben der Politik für das Wohnungseigentum. Hier die Antworten von Sören Bartol - Heidrun Bluhm - Peter Götz - Sebastian Körber - Daniela Wagner.

 

Antwort des Bundesjustizministeriums vom 31.05.2010 auf die Anfrage des Bundestagsabgeordneten Norbert Geis, die Einführung einer gesetzlichen Stimmrechtsbegrenzung auf Wohnungseigentümerversammlungen zu prüfen.

 

Antwort der Bundesregierung vom 05.01.2009 auf eine kleine Anfrage der FDP zur Entwicklung beim Wohnungseigentumsgesetz seit der Reform von 2007

Foto Politik Interessenvertretung Wohnungseigentümer Lobbyarbeit

WEGesetz - Reform

Aktuelle WiE-Vorschläge zur Reform des Wohnungseigentumsgesetzes
[PDF - 297 KB]